AfD wieder im Krauthof Ludwigsburg Neujahrstreffen des rechten Flügels der AfD

Von pho 

Bereits zum zweiten Mal trifft sich der rechte Flügel der AfD im Hotel Krauthof in Ludwigsburg. Linke Gruppierungen haben einen Protest am Samstag angekündigt.

Ausschnitt des Flyers der Veranstaltung. Foto: Facebook
Ausschnitt des Flyers der Veranstaltung. Foto: Facebook

Ludwigsburg - Der Erfurter Flügel der AfD trifft sich an diesem Samstag wieder im Krauthof in Ludwigsburg. Dieses Mal ist die Neujahrsfeier des konservativ-nationalen Teils der Partei der Grund. Auf der Homepage des Flügels ist die Veranstaltung bislang nicht offiziell angekündigt, jedoch warb die Heidelberger AfD-Städträtin und ehemalige Landtags-Kandidatin für den Wahlkreis Vaihingen Anja Markmann auf ihrer Facebook-Seite für die Veranstaltung: „2017 wird ein Schicksalsjahr für uns, die Partei und unser Land werden, das wir am 7. Januar mit einer Neujahrsveranstaltung der Freunde des Erfurter Flügels begrüßen möchten“, steht dort in einem Post vom 2. Januar. Als Hauptredner geladen ist Andreas Kalbitz, stellvertretender AfD-Vorsitzender in Brandenburg. Die Veranstaltung ist nicht öffentlich.

AfD war schon einmal im Krauthof

Bereits Anfang November 2016 hatte es ein Treffen des rechten Rands der AfD im Krauthof gegeben. Der Thüringer Landeschef der AfD, Björn Höcke, war als Redner angekündigt. Damals hatte der Auftritt Höckes knapp 150 Gegendemonstranten des Bündnisses „Mut gegen Rechts“ mobilisert, bestehend aus der Gruppe „Rot-Schwarze Initiative“ um den Stadtrat Oliver Kube, der Juso-Kreisverband, die Jugend der Stuttgarter Linkspartei, die Ökolinx-Gruppe im Stadtrat und eine ganze Reihe von linken Gruppen aus Stuttgart und Ludwigsburg.

Auch dieses Mal hat das Bündnis einen Protest angemeldet: „Lasst uns am Samstag klarmachen, dass auch 2017 gilt: Kein Platz für rechte Hetze – weder in Ludwigsburg noch sonst wo“, schreibt der Ökolinx-Stadtrat Oliver Kube in dem Aufruf, der auch von Stadträten der SPD, der Freien Wähler sowie der Grünen unterschrieben ist. Die Polizei hat die Veranstaltung „auf dem Schirm“ und werde, je nach Größe der Gegen-Demonstration, mit entsprechend vielen Beamten anrücken, sagte der Polizeisprecher Peter Widenhorn.