Afrika-Festival in Böblingen vom 26. bis 28. Juli Ein Hauch von Afrika auf dem Elbenplatz

Ausstellerin beim Afrika-Festival 2022: Bandbreite afrikanischer Küche Foto: /Stefanie Schlecht

Am ersten Wochenende der Sommerferien verwandelt sich der Böblinger Elbenplatz in einen Treffpunkt für afrikanische Kultur und Lebensart mit Essensständen, Livemusik und Tanzvorführungen.

Böblingen: Jan-Philipp Schlecht (jps)

In Böblingen jagt eine Festivität die nächste. Nachdem das Schlemmen am See nach dem 21. Juli wieder abgebaut wird, folgt auf dem Elbenplatz nur fünf Tage später ein Ausflug auf den afrikanischen Kontinent: Von Freitag, 26. Juli, um 12 Uhr bis Sonntag, 28. Juli, um 21 Uhr steigt dort wieder das Afrika-Festival. Macher Mafoday Cham musste es im vergangenen Jahr kurzfristig absetzen aufgrund gestiegener Energiekosten. In den Vorjahren fiel es zweimal Corona zum Opfer. In diesem Jahr findet das dreitägige Fest zum sechsten Mal statt – und die Vorfreude des Organisators ist groß.

 

Festival-Macher Mafoday Cham Foto: Archiv/Dimitri Drofitsch

„Dieses Festival ist eine einzigartige Gelegenheit, die Fülle der afrikanischen Kultur direkt hier in Böblingen zu erleben. Wir laden alle ein, sich uns für drei Tage voller Musik, Essen, Kunst und Gemeinschaftsgeist anzuschließen“, sagt der gebürtige Gambier, der mit seiner Familie in Ammerbuch lebt. „Das Afrika Festival Böblingen zielt darauf ab, ein tieferes Verständnis und eine größere Wertschätzung der afrikanischen Kulturen innerhalb der lokalen Gemeinschaft zu fördern“, sagt der 53-Jährige über seine Motivation. Tatsächlich versucht er, eine Bandbreite der afrikanischen Kultur zu zeigen.

Selbst gelernter Koch, hat Cham einige Vertreter der afrikanischen Küche auf das Festival geladen. In den Vorjahren boten die Stände etwa Kaffee aus Äthiopien, Slush-Eis, Cocktails und vor allem afrikanische Spezialitäten. Darunter die gambische Leckerei Domoda, ein Ragout mit Erdnusssoße. Aus Nigeria stammt die traditionelle Egusi-Suppe mit Tomaten, Gemüse und gemahlenen Melonenkernen, um nur einige traditionelle Gerichte zu nennen.

Musik, Tänze und ein Markt

Neben dem leiblichen Wohl präsentiert Cham Musik und Tanz aus seiner Heimat: „Das Highlight in diesem Jahr ist eine dynamische Band direkt aus Ghana, deren Mission es ist, eine Highlife-Fusion Music mit melodischen afrikanischen Beats aus dem Herzen Ghanas, Westafrika, zu präsentieren.“ Sie treten am Sonntag, 28. Juli, auf. Außerdem umfasst das Programm Afrobeat, Trommelmusik, Reggae und mehr, sagt er.

Cham verspricht außerdem eine „vielfältige Auswahl an handgefertigten Waren,darunter Schmuck, Textilien und Kunstwerke.“ Ein Beschicker verkauft Trommeln und Körbe aus dem Senegal, ein anderer Kunsthandwerk, Taschen und Gemälde, an einem anderen Stand werden Kleider und Holzfiguren aus Kenia feilgeboten.

Der Eintritt zum Festival ist frei. Der Veranstalter bittet aber vor Ort um Spenden.

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