5 Rezepte Aioli selber machen

Aioli selber machen - Wir zeigen, wie. Foto: Tatjana Baibakova/Shutterstock
Aioli selber machen - Wir zeigen, wie. Foto: Tatjana Baibakova/Shutterstock

Ob zu Gemüse, beim Grillen oder aufs Brot – spanische Aioli geht einfach immer. Wir zeigen, wie Sie die leckere Knoblauchmayonnaise selber machen und stellen Ihnen verschiedene Varianten vor.

Digital Unit : Katrin Klingschat (kkl)
WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Das Wort „Aioli“ leitet sich ab aus dem Katalanischen „all i oli“ – Knoblauch und Öl. Zum Teil wird die Creme auch „Allioli“ genannt. Traditionell besteht die Creme, wie der Name schon sagt, lediglich aus Knoblauch und Öl, heutzutage wird sie meist eher wie eine Mayonnaise zubereitet. Das liegt vor allem daran, dass Eigelb oder Milch als Emulgator dienen, damit die Knoblauch-Öl-Paste nicht gerinnt.

Rezepte für Aioli gehen bis ins 11. Jahrhundert zurück, wahrscheinlich ist der Dip aber sogar noch älter. Manchen Theorien nach war die Aioli sogar die Urversion der französischen Mayonnaise, eindeutig belegt ist das aber nicht. Fest steht: aus der spanischen und französischen Küche ist die Aioli nicht mehr wegzudenken und auch hierzulande sollte sie viel häufiger auf dem Teller landen.

Tipp: Ganz gleich, mit welchem Rezept Sie Ihre Aioli zubereiten - am Ende können Sie diese natürlich noch nach Wunsch verfeinern. Fügen Sie beispielsweise Kräuter hinzu oder kleingehackte Chilischoten für eine gewisse Schärfe. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Spanische Aioli selber machen

Zutaten:

  • 150 ml Olivenöl
  • 1 Eigelb
  • 3 Knoblauchzehen (oder nach Geschmack)
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 TL Senf
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

  • Geben Sie das Olivenöl und das Eigelb in ein hohes, schmales Rührgefäß und schlagen Sie beides zu einer cremigen Mayonnaise auf.
  • Schälen Sie den Knoblauch und drücken Sie ihn durch eine Knoblauchpresse.
  • Geben Sie den Knoblauch, den Senf sowie den Zitronensaft zu der Mayonnaise und schmecken Sie alles mit Salz ab.

Die Aioli kann sofort verzehrt werden, besser schmeckt es aber, wenn Sie sie mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen.

Aioli ohne Ei (mit Milch!)

Zutaten:

  • 100 ml zimmerwarme H-Milch
  • 4 Knoblauchzehen
  • ½ TL Salz
  • 200 ml Öl
  • 2 TL Zitronensaft
  • 1 Prise Pfeffer, Salz

Zubereitung:

  • Schälen Sie den Knoblauch und hacken Sie ihn in kleine Stücke.
  • Geben Sie Milch, Knoblauch und Salz in ein hohes Rührgefäß und mixen Sie mit dem Pürierstab alles gut durch.
  • Gießen Sie unter ständigem Mixen 200 ml Öl in dünnem Strahl nach und nach hinzu, bis eine cremige Konsistenz erreicht ist. Wenn die Mischung auch nach der Zugabe des Öls noch nicht dicker und fester wird, geben Sie langsam weitere 50 ml Öl hinzu.
  • Schmecken Sie am Ende mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft ab.

Vegane Aioli

Für vegane Aioli kann weder Ei noch Milch zum Einsatz kommen. Das ist aber kein großes Problem, denn für die Standfestigkeit der Knoblauchcreme sorgt vor allem das Öl. Daher kann Kuhmilch für vegane Aioli ganz einfach durch Sojamilch ersetzt werden.

Zutaten:

  • 100 ml zimmerwarme Sojamilch (ohne Zucker)
  • 4 Knoblauchzehen
  • ½ TL Salz
  • 200 ml Öl
  • 2 TL Zitronensaft
  • 1 Prise Pfeffer, Salz

Zubereitung:

  • Schälen Sie den Knoblauch und hacken Sie ihn in kleine Stücke.
  • Geben Sie Sojamilch, Knoblauch und Salz in ein hohes Rührgefäß und mixen Sie mit dem Pürierstab alles gut durch.
  • Gießen Sie unter ständigem Mixen 200 ml Öl in dünnem Strahl nach und nach hinzu, bis eine cremige Konsistenz erreicht ist. Wenn die Mischung auch nach der Zugabe des Öls noch nicht dicker und fester wird, geben Sie langsam weitere 50 ml Öl hinzu.
  • Schmecken Sie am Ende mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft ab.

Blitz-Aioli selber machen mit Mayo

Wenn es einmal ganz schnell gehen muss, können Sie natürlich auch auf fertige Mayonnaise zurückgreifen, um daraus eine Aioli zu machen. So geht’s:

Zutaten:

  • 250 ml Mayonnaise aus dem Glas
  • 200 g Naturjoghurt
  • 3-5 Knoblauchzehen, nach Geschmack
  • 1 TL Senf
  • 1 EL Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  • Rühren Sie in einer Schüssel Mayonnaise und Joghurt miteinander glatt und fügen Sie Senf sowie Zitronensaft hinzu.
  • Schälen Sie den Knoblauch und pressen Sie ihn zu der Creme.
  • Schmecken Sie mit Salz und Pfeffer ab.

Sie können die Aioli sofort servieren oder im Kühlschrank durchziehen lassen.

Für Experten – Original-Rezept: Aioli nur mit Knoblauch und Öl selber machen

Traditionell wurde Aioli nur mit Knoblauch und Öl hergestellt. Dadurch ist sie länger haltbar und bietet gerade im warmen Mittelmeerraum weniger Angriffsfläche für Bakterien. Diese Art der Aioli ist sehr scharf, weil sie verhältnismäßig viel Knoblauch enthält.

Allerdings benötigt es auch sehr viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl, um solch eine Original-Aioli selber zu machen. Denn anders als bei den anderen Rezepten gibt es keinen zusätzlichen Emulgator und die Aioli gerinnt schneller.

Zutaten:

  • 10 Zehen Knoblauch
  • 50 bis 150 ml Öl, zum Beispiel Olivenöl
  • Prise Salz

Sie benötigen außerdem einen Mörser.

Tipp: Verwenden Sie nicht ausschließlich OIivenöl, da die Aioli sonst bitter werden kann. Mischen Sie am besten Olivenöl mit einem anderen, milderen Öl wie Sonnenblumen- oder Rapsöl. Die Ölmenge hängt von der Größe und der Frische der Knoblauchzehen ab – hier kommt die Erfahrung und das Fingerspitzengefühl ins Spiel.

Zubereitung:

  • Schälen Sie die Knoblauchzehen und schneiden Sie sie in kleine Stücke.
  • Geben Sie die Knoblauchstücke in den Mörser und mörsern Sie den Knoblauch zu einem gleichmäßigen, feinen Brei, möglichst frei von Stückchen.
  • Geben Sie etwa 1 TL Öl hinzu und rühren Sie dieses gründlich ein, bis nichts mehr vom Öl zu sehen ist.
  • Fügen Sie nach und nach Öl in kleinen Mengen hinzu, das Sie gründlich untermörsern.

Wenn sich neues Öl erst am Rand des Mörsers absetzt, bevor es von der Aioli aufgenommen wird, sollten Sie kein weiteres Öl hinzufügen.

Rühren Sie noch etwas weiter, um die Aioli zu stabilisieren. Dabei sollte die Creme weich und geschmeidig sein und beim Rühren sollten immer wieder Lücken aufreißen, sodass Sie den Boden des Mörsers sehen können. Dann hat die Aioli eine gute Konsistenz. Fügen Sie noch eine Prise Salz hinzu – dann ist die Aioli nach Original-Rezept fertig.

Lesen Sie auch: Senf selber machen - So geht's

Unsere Empfehlung für Sie