Airport in Stuttgart investiert Flughafen gibt bis zu 300 Millionen für Gebäude aus

Von jos 

Der Airport Stuttgart ist weiter auf Steigflug. Das nächste große Projekt: Terminal 4 wird abgerissen und neu gebaut. Dafür nimmt der Flughafen 300 Millionen Euro in die Hand.

Bald Vergangenheit: Das Termin 4 am Stuttgarter Flughafen wird abgerissen. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski 9 Bilder
Bald Vergangenheit: Das Termin 4 am Stuttgarter Flughafen wird abgerissen. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - Die Flughafengesellschaft treibt trotz anhaltender Turbulenzen in der Luftfahrtbranche die Vorbereitungen für den Ausbau der Fluggastgebäude voran. Der lange anvisierte Neubau anstelle des bisherigen Einfachterminals 4 sowie Verbesserungen in den anderen Terminals dürften 300 Millionen Euro kosten. „Das ist in etwa die Hausnummer. Hoffentlich wird es am Ende aber weniger kosten“, sagte Walter Schoefer, Sprecher der Geschäftsführung, unserer Zeitung.

Bis 2022 sogar 600 Millionen Euro an Investitionen

Insgesamt hat die Flughafengesellschaft, die auch weitere Parkhäuser bauen muss, bis 2022 ein Investitionsvolumen von mehr als 600 Millionen Euro geplant. Die Fertigstellung von T 4 wird inzwischen allerdings eher für 2024 oder 2025 erwartet. Einen Baubeschluss gibt es noch nicht. Im Frühjahr gab der Aufsichtsrat grünes Licht für Untersuchungen und für einen Architektenwettbewerb im Jahr 2018. Im Moment erstelle man ein Pflichtenheft mit allen Anforderungen, die das Gebäude erfüllen muss, sagte Schoefer. In den bestehenden Terminals 1 und 3 muss die Flughafen-GmbH die Gepäckförderanlagen und die Statik von Bauelementen verbessern, weil in den nächsten Jahren neue, schwerere Geräte für die Kontrollen des Reisegepäcks eingesetzt werden.

Bei ihren Planungen lässt sich die Flughafenverwaltung von einer Prognose leiten, wonach es im Jahr 2030 in Stuttgart rund 14,5 Millionen Passagiere geben wird. Schoefer und die neue Geschäftsführerin Arina Freitag sagten unserer Zeitung, dass sie für 2017 nach wie vor ein Plus gegenüber der Passagierzahl von 2016 – rund 10,6 Millionen – erwarten. „Wir rechnen nach wie vor mit einem guten Jahr 2017“, sagte Schoefer. Daran soll auch der Sturzflug der Fluggesellschaft Air Berlin nichts ändern. Die insolvente Airline, die in Stuttgart vor Kurzem noch einen Marktanteil von 16 Prozent hatte und bei der immer wieder Flüge ausfallen, komme inzwischen nur noch auf fünf bis sechs Prozent. Soll heißen: Die weiteren Folgen sind wohl beherrschbar.

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