Aktenzeichen XY ... ungelöst Der Mörder war beim Fall Maria Baumer im TV-Studio

Moderator Rudi Cerne sprach damals mit dem Mann, der Maria Baumer getötet hat. (Symbolbild) Foto: dpa/Matthias Balk
Moderator Rudi Cerne sprach damals mit dem Mann, der Maria Baumer getötet hat. (Symbolbild) Foto: dpa/Matthias Balk

2012 war der Verlobte der damals vermissten Maria Baumer in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ und bat um Hilfe bei der Suche. Nun stellte sich heraus, dass er die 26-Jährige selbst umgebracht hat.

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München/Regensburg - In einem kurzen Beitrag hat sich das ZDF am Mittwochabend in der Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ mit dem Fall Maria Baumer befasst. Die Frage „Hatten wir im XY-Studio tatsächlich einen Mörder sitzen?“ könne seit vergangener Woche mit Ja beantwortet werden, sagte Moderator Rudi Cerne. Vergangenen Dienstag war der Verlobte Maria Baumers vor dem Landgericht Regensburg wegen Mordes schuldig gesprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Richter stellten die besondere Schwere der Schuld fest.

Der 36-Jährige war 2012 in der ZDF-Sendung aufgetreten und hatte um Hilfe bei der Suche nach seiner Verlobten gebeten. Diese galt damals als vermisst. Tatsächlich war die Frau zu diesem Zeitpunkt bereits seit einigen Monaten tot. „Die ganze Situation ging mir im Nachhinein natürlich auch ganz schön unter die Haut“, sagte Cerne in München. Er habe es nie für möglich gehalten, „dass das alles eine glatte Lüge war“, sagte er zu der Geschichte, die der Verlobte damals erzählte.

Vergiftung wegen neuer Beziehung

Im Verlauf des Prozesses in diesem Sommer gestand der Verlobte, die Leiche der Frau in einem Wald vergraben zu haben. Die Schuld an ihrem Tod wies er von sich - was die Schwurgerichtskammer ihm aber nicht glaubte. In einem aufsehenerregenden Indizienverfahren kam sie zu dem Schluss, dass der Mann die damals 26-Jährige mit Medikamenten vergiftet hat, um eine neue Beziehung eingehen zu können.

Pilzsammler fanden die Leiche Baumers im Herbst 2013. Ende 2019 wurde der Verlobte als Tatverdächtiger angeklagt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Verteidigung hat am Dienstag Revision beantragt.




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