Aktienvorschau Anleger fassen wieder neuen Mut

Aktienhändlerin an der Frankfurter Börse Foto: AFP/DANIEL ROLAND

Ausblick auf die Börsenwoche: War es das schon mit der Kurskorrektur? Die Stimmung steigt wieder – aber das Risiko von Rücksetzern bleibt hoch.

Beim Wetter macht der April bekanntlich, was er will – auch an der Börse geht es derzeit launisch zu. Nachdem Inflationssorgen und Nahosteskalation die Rekordjagd jäh beendeten, ist die Hoffnung an den Märkten zurück. Der Dax hat seine dreiwöchige Verlustserie überwunden und steht schon wieder deutlich über 18 000 Punkten. Aber so richtig trauen die Profis der Aufholjagd nicht.

 

Ausblick bleibt eingetrübt

„Ob Aktien nun die geopolitischen Unsicherheiten einfach abschütteln und zu neuen Rekorden ansetzen, ist keineswegs ausgemacht“, warnt Helaba-Analystin Claudia Windt. Der Ausblick bleibt nicht nur wegen der weiterhin prekären Lage im Nahen Osten eingetrübt. Auch aus den USA droht Gegenwind.

Während die Berichtssaison der Unternehmen sich bislang überwiegend positiv auf die Börsen auswirkte – starke Zahlen der Tech-Riesen Microsoft und Alphabet schoben die Kurse zuletzt auf breiter Front an – gibt die US-Konjunktur insgesamt Grund zur Sorge. Das überraschend schwache Wachstum im ersten Quartal wäre eigentlich Anlass für die Notenbank Fed, die Zinsen rascher zu senken. Doch die zähe Inflation macht einen Strich durch die Rechnung.

US-Notenbank Fed dürfte vorerst stillhalten

Bei den geldpolitischen Entscheidungen der Fed (Mittwoch) sind deshalb keine Maßnahmen zu erwarten. Investoren hoffen allerdings auf Signale, wann denn nun mit der Zinswende zu rechnen ist. Im Euroraum hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Weichen dafür schon für Juni gestellt.

Allerdings könnten böse Inflationsüberraschungen den weiteren Zinspfad auch hier noch aus der Bahn werfen. Die Preisdaten für den April (Dienstag) versprechen deshalb Spannung – einige Ökonomen rechnen wegen höherer Benzinkosten wieder mit einem leichten Anstieg der Teuerungsrate.

Hoffnung auf konjunkturelle Erholung in Deutschland

In Deutschland machen Frühindikatoren wie das Ifo-Geschäftsklima seit einiger Zeit Hoffnung auf ein Ende der wirtschaftlichen Durststrecke. Laut Expertenkonsens dürfte die erste Schätzung des Bruttoinlandsprodukts für das Auftaktquartal (Dienstag) ein minimales Wachstum von 0,1 Prozent ausweisen – das wäre zumindest ein Anfang.

Weitere Themen