Aktion zur Bundestagswahl „Omas for Future“ radeln Klimawünsche nach Berlin

Aktion von klimabewussten Senioren: Bunte Bänder gelangen per Fahrrad nach Berlin Foto: Omas for Future
Aktion von klimabewussten Senioren: Bunte Bänder gelangen per Fahrrad nach Berlin Foto: Omas for Future

Nicht nur Schüler, sondern auch Großeltern engagieren sich im Kreis Böblingen für den Klimaschutz. Die kürzlich entstandene Regionalgruppe von „Omas for Future“ bittet jetzt um Spenden für eine eindrucksvolle Aktion zur Bundestagswahl in September.

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Kreis Böblingen - Die Bundestagswahl im September wirft ihre Schatten voraus. Engagierte Senioren im Kreis Böblingen wollen sie zu einer Klimawahl machen. Erst kürzlich ging dafür die Regionalgruppe von „Omas for Future“ in Böblingen und Sindelfingen an den Start. Sie versteht sich als Pendant der Schülerbewegung „Fridays for Future“, die mit ihrer Gallionsfigur Greta Thunberg weltweit für Aufsehen sorgte.

Mit der öffentlichkeitswirksamen Aktion „Klimawünsche“ wollen die klimaschützenden Großeltern ein weithin sichtbares Zeichen an die Politik senden. „Wir sammeln deutschlandweit Klima-Wünsche auf bunten Bändern und bringen sie CO2-neutral mit dem Fahrrad zur Bundestagswahl nach Berlin“, beschreiben die Initiatoren den Kern ihrer Aktion. Bis dahin sollen die Wünsche auf bunten Bändern in Gemeinden, Schulen, Innenstädten und an Fahrrädern wehen und zum Mitmachen einladen.

Böblinger Ehepaar beteiligt sich

In Böblingen wirbt das Ehepaar Jutta und Karl-Heinz Rau für die Aktion. Sie waren es auch, die die Regionalgruppe Böblingen/Sindelfingen mit voranbrachten. „Als Pensionäre suchen wir nach sinnstiftenden Betätigungsfeldern. Nachdem wir seit November letzten Jahres einen Enkel haben, wirken wir bei der Regionalgruppe von Omas for Future mit.“ Auch sie informieren auf einer eigenen Homepage über ihre Aktivitäten und die neuesten Initiativen.

Jutta und Karl-Heinz Rau   Foto: privat

Für die Klima-Wünsche-Aktion benötigen die Senioren allerdings eine finanzielle Basis und bitten um Spenden. Um die Bänder über Wochen in Berlin hängen lassen und richtig in Szene setzen zu können, braucht es Sondergenehmigungen und für eine große Kundgebung in Berlin Veranstaltungstechnik. Daher nehmen die Omas for Future teil an einer Spendenaktion der Hertie-Stiftung auf der Internet-Spendenplattform Startnext. Dort kann sich jeder schon mit einem Betrag von fünf Euro beteiligen. Parallel sind Unterstützer aufgerufen, die eigenen Klima-Wünsche an die Bewegung zu schicken.

Hertie-Stiftung steuert Geld bei

Die Aktion läuft noch eine Woche bis zum kommenden Mittwoch, den 19. Mai. Stand 12. Mai wurden schon knapp 22 000 Euro an Spenden gesammelt. Karl-Heinz Rau: „Derzeit ist unser Projekt an zweiter Stelle. Wird diese gehalten, so fließen von der Hertie-Stiftung 20 000 Euro, schaffen wir es auf den ersten Platz, sind es sogar 25 000 Euro.“ Die Initiatoren wünschen sich lieber viele kleine Spenden von vielen Personen, als wenig große Spenden von wenigen Personen.

Die Omas und Opas for Future wollen durch Information und Aktionen die Generation 50+ und auch jünger motivieren, ihr Verhalten anzupassen, um zu einer nachhaltigen und lebenswerten Zukunft beizutragen. „Die Eindämmung und Verlangsamung des Klimawandels ist ein globales Problem. Das sollte uns jedoch nicht davon abhalten, mit unserem alltäglichen Verhalten unserer Umwelt zu helfen“, sagt der emeritierte Hochschul-Professor Karl-Heinz Rau, der einer der ersten E-Autofahrer in Böblingen war.




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