Aktion zur Sicherheit „Gelber Engel“ für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Von Marcellina Weishaupt 

Mitglieder des Motorsportclubs Stammheim haben Sicherheitswesten an mehr als hundert Schulanfänger der Grundschule am Fliegenweg überreicht. Die Aktion ist eine Kooperation mit dem ADAC.

Neue leuchtende Westen: Da strahlen der  MSC-Vorsitzende Max Haslbeck und  die Kinder Foto: Marcellina Weishaupt
Neue leuchtende Westen: Da strahlen der MSC-Vorsitzende Max Haslbeck und die Kinder Foto: Marcellina Weishaupt

Stammheim - „Weste an, Kapuze auf, das ist der ganze Trick! Weste an, Kapuze auf, das ist das Allerbeste!“, lautet der Refrain des Gelbe-Westen-Songs. Mit diesem Lied will der Motorsportclub Stammheim (MSC) den Erstklässlern der Grund- und Werksrealschule das Tragen der Sicherheitswesten schmackhaft machen, sagt der MSC-Vorsitzende Max Haslbeck: „Mit dem Song haben wir eine Möglichkeit gefunden, das wichtige Thema Sicherheit im Straßenverkehr altersgerecht an die Kinder heranzutragen.“ Gemeinsam mit dem ADAC beteiligt sich der Verein an der Aktion „Gelber Engel“. „Ziel ist, dass die Schulanfänger sicher in die Schule und wieder nach Hause kommen.“ Allein in diesem Jahr seien laut Haslbeck bereits rund 15 000 Kinder im Alter von sechs bis vierzehn Jahren im Straßenverkehr verunglückt. Ursache sei häufig, dass sie von Autofahrern zu spät gesehen werden. Durch die Westen senke sich die Unfallgefahr erheblich. „Während Kinder mit heller Kleidung erst aus 40 und Kinder mit dunkler Kleidung sogar erst aus etwa 25 Metern von Autofahrern gesehen werden können, sind die Kinder mit den Sicherheitswesten sogar schon aus 140 Metern für andere Verkehrsteilnehmer sichtbar“, sagt der MSC-Vorsitzende.

770 000 Westen im vergangenen Jahr verteilt

Die Aktion zur Unfallprävention wird zum größten Teil von der ADAC-Stiftung „Gelber Engel“ finanziert. 2010 wurde sie ins Leben gerufen. Allein im Jahr 2013 wurden 770 000 Westen verteilt, sodass seit Beginn der Aktion bereits mehr als drei Millionen Schulanfänger mit der Warnbekleidung ausgestattet wurden. Die Verantwortung liege aber nicht nur bei den Schülern allein, auch deren Eltern müssten ihren Sprösslingen das sichere Verhalten im Straßenverkehr vermitteln. Von den Autofahrern ganz zu Schweigen.

„Ihr seht alle klasse aus“

Bezirksvorsteherin Susanne Korge ermutigte die Erstklässler zum Tragen der neuen Sicherheitswesten. „Ihr seht alle ganz klasse aus, und ich freue mich, wenn wieder viele von euch mit den gelben Westen in Stammheim unterwegs sind.“ Auch Werner Mast, Präventionsbeamter der Polizei, erklärte den Kindern, wie wichtig es für sie sei, im Straßenverkehr deutlich wahrgenommen zu werden. „Im jetzt kommenden Winter ist es für Autofahrer immer schwerer, euch zu sehen, weil ihr ja auch noch nicht so groß seid“, sagte er. Wie es sich hinter dem Steuer anfühlt, davon konnten sich die Kinder selbst überzeugen – zur Feier des Tages im Polizeiwagen.