Alexander Straub in Stuttgart-Degerloch Influencer sensibilisiert für Hass im Internet

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Auf Youtube hat der 24-jährige Magier Alexander Straub mehr als 300 000 Fans. Bei einem Besuch am Wilhelms-Gymnasium in Stuttgart-Degerloch ging es ihm um etwas Ernstes.

Der Magier und Influencer  Alexander Straub ist  unter jungen Menschen sehr beliebt. Foto: Christian Reinhold/LMZ (z)
Der Magier und Influencer Alexander Straub ist unter jungen Menschen sehr beliebt. Foto: Christian Reinhold/LMZ (z)

Degerloch - Es klingt nach verkehrter Welt: Ein junger Mann, der sein Geld damit verdient, andere Menschen hinters Licht zu führen, klärt über sogenannte Fake News auf, also über falsche Nachrichten. Tatsächlich aber passt es doch: Denn der 24-jährige Magier Alexander Straub, der mehr als 300 000 Abonnenten auf dem Videoportal Youtube hat und deshalb auch als Influencer bezeichnet wird, will junge Menschen dafür sensibilisieren, Dinge kritisch zu hinterfragen und mit den eigenen Botschaften im Netz Positives hervorzurufen statt Fehlinformationen zu verbreiten und Hass zu schüren.

Straub ist einer von drei Botschaftern der Kampagne „Bitte was?! Kontern gegen Fake und Hass“ der baden-württembergischen Landesregierung. „Für eine respektvolle Diskussionskultur in sozialen Medien zu sensibilisieren: Das gelingt am besten durch eine Kampagne in den sozialen Medien“, erläutert Rosa Ammann aus dem Staatsministerium. Deshalb habe man sich Influencer zur Unterstützung gesucht: Neben Alexander Straub ist auch der deutsche Rapper Weekend und die Fernsehmoderatorin Jessica Lange dabei.

Alexander Straub hat bisher wenig Hass erlebt

Für den Regierungsbezirk Stuttgart wurde am Freitag am Wilhelms-Gymnasium in Degerloch der Anfang gemacht, künftig sollen mehr Schulen nachziehen. Schüler aus drei siebten Klassen und aus einer sechsten Klasse haben in Workshops erfahren, wie man Fake News im Internet erkennen und mit Hetze im Netz umgehen kann. Außerdem konnten die Schüler dem jungen Magier Straub Fragen stellen. Und er zeigte freilich einige Zaubertricks.

Der 24-Jährige konnte sich bisher glücklich schätzen, was Hass im Netz betrifft: „Meine Community ist sehr gut, sodass sich so etwas meist schnell selbst klärt.“ Schwierig werde es, wenn man als Influencer mit anderen Influencern zusammenarbeite – dann erhalte man sehr schnell mal böse Nachrichten oder Kommentare. „Dagegen hat kein Influencer ein Patentrezept. Aber zusammen können wir uns gegen den Hass stemmen.“

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