All-you-can-eat in Leonberg Käsespätzle-Hype im Brow: „Es ist erstaunlich, wie viel die Leute essen können“

, aktualisiert am 16.01.2026 - 09:05 Uhr
Spaghetti aus dem Parmesanlaib war gestern: Im Brow werden sonntags die hausgemachten Käsespätzle direkt aus dem Bergkäselaib serviert. Foto: Simon Granville

All-you-can-eat mit Käsespätzle und Kaiserschmarrn: Wir haben getestet, wie das auch 2026 weiter boomende Sonntagsangebot des Leonberger Brauhauses Brow bei den Gästen ankommt.

Volontäre: Jelena Maier (jem)

„Es ist erstaunlich, wie viel die Leute essen können“, erzählt Max Speyer, Küchenchef des Brow am Leonberger Bahnhof, bei unserem Besuch kurz vor Weihnachten. „Letzten Sonntag haben wir rund 110 Kilo Spätzle für 300 Personen zubereitet, also fast 400 Gramm pro Kopf, Käse nicht mit einberechnet.“ Seit November findet in dem modernen Brauhaus jeden Sonntag ein All-you-can-eat mit Käsespätzle und Kaiserschmarrn statt.

 

Für 24,90 Euro pro Person, ohne Getränke, kann hier so viel von den hausgemachten Mehlspeisen gegessen werden, wie gewünscht oder möglich. Dazu gibt es ein Salatbüfett und Toppings wie Walnusskerne, Schnittlauch – und noch mehr Käse. Extras, darunter Zwiebelrostbraten und Maultaschen, bekommt man zu einem Aufpreis obendrauf.

Brow in Leonberg: Wechselnde Käsespätzle-Sorten direkt aus dem Laib

„Wir wollten etwas Lokales anbieten, das sonst keiner macht“, sagt Speyer über die Idee für das ungewöhnliche Konzept seines Restaurants. Den Bergkäse bezieht er aus dem Allgäu, Spätzle und Kaiserschmarrn werden von drei seiner Köche zubereitet. Neben den „normalen“ Käsespätzle gibt es zwei Spezialsorten, die wöchentlich wechseln. Kürbis-, Kräuter- oder Rote-Bete-Spätzle wurden so bereits zu Versionen des schwäbischen Klassikers. Auch die Treber-Spätzle, die zusammen mit den klassischen Spätzle und den Rote-Bete-Spätzle angeboten werden, sind beliebt. Treber ist ein Nebenprodukt des Bierbrauens, das hier weiterverwendet wird.

Vor den Augen der Gäste werden die heißen Spätzle in zwei riesige Bergkäselaibe eingearbeitet. Etwas später wird der Kaiserschmarrn aufgefahren, zusammen mit Zwetschgen-Kompott und Vanillesoße, ebenfalls hausgemacht.

Großer Hype um All-you-can-eat im Brow

Gegessen wird in zwei buchbaren Zeitfenstern, von 15.30 Uhr bis 18 Uhr und von 18.30 Uhr bis 21 Uhr. Eine vorherige Reservierung ist unabdingbar – und muss einiges im Voraus erfolgen. Denn das Konzept kommt an: Von Anfang an seien die Sonntage immer ausgebucht gewesen, erzählt Speyer. Das setzt sich auch 2026 fort – es gibt im Online-Reservierungstool des Brow an den Sonntagen in den nächsten Wochen aktuell nur Plätze auf der Warteliste.

Blick ins Brow Foto: Simon Granville

Ein Grund dafür ist auch ein Video über das besondere Büfett, das auf Social Media viral ging. „Das haben wir nicht erwartet, denn es sind ja auch nur Käsespätzle“, sagt Speyer. Seine Erkenntnis: „Der Eventcharakter macht den Gästen einfach Spaß“ – so sehr, dass manche einen sehr weiten Weg auf sich nehmen. Aus Hamburg, dem Saarland oder sogar aus Straßburg seien schon Menschen eigens für den Käsespätzle-Sonntag angereist.

Das sagen die Gäste zum Käsespätzle-Sonntag im Leonberger Brauhaus

Auch bei unserem Test des Angebots kommen die Gäste aus der ganzen Region und darüber hinaus. Charlotte ist aus Hamburg zu Besuch und hat über Instagram vom All-you-can-eat erfahren. Sie ist insgesamt zufrieden mit dem Angebot. „Der Kaiserschmarrn schmeckt ganz gut, aber hat nicht so viel mit dem Original zu tun“, sagt sie allerdings.

Das findet auch Marlene. Die Meckenbeurerin hätte sich für den Kaiserschmarrn noch mehr Beilagen wie Rote Grütze oder Zimt gewünscht. Salate und Käsespätzle schmecken ihr aber sehr und das Preis-Leistungsverhältnis stimmt für sie ebenfalls. Einem Gast aus Reutlingen gefällt das „coole Ambiente“ im Brow. Angesichts der Warteschlangen, die sich vor den Bedien-Stationen immer wieder bilden, wünscht er sich aber eine andere Aufteilung des Büfetts.

All-you-can-eat Käsespätzle: Lange Schlangen vor dem Buffet

Angela und Francesco stören Wartezeit und Anstehen weniger, für sie gehört das zum Büfett-Charakter dazu. „Es ist schon weniger Vielfalt als bei klassischen All-you-can-eats. Aber man kommt ja auch hauptsächlich für die Käsespätzle“, so die beiden Pforzheimer. Sie haben, wie viele Gäste, vor dem Besuch nichts gegessen, um das Angebot voll ausnutzen zu können.

Noch bis Ende April wird das Käsespätzle- und Kaiserschmarrn-All-you can-eat angeboten – danach geht es weiter mit der Barbecue-Edition. Anmerkung der Redaktion: Dieser Text erschien erstmals am 22. Dezember 2025 und wurde aktualisiert.

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