Allianz MTV Stuttgart in der Champions League Der Abschied ist zugleich ein Ansporn

Abschied aus der Champions League: Krystal Rivers Foto: Baumann/Julia Rahn

Volleyball-Bundesligist Allianz MTV Stuttgart ist aus der Champions League ausgeschieden – und kämpft nun um die erneute Qualifikation für die Königsklasse.

Sport: Jochen Klingovsky (jok)

Es war kein glanzvoller Abschied, sondern eher ein Ende der traurigen Sorte. Aus zwei Gründen. Zum einen verpasste der deutsche Triple-Sieger Allianz MTV Stuttgart durch eine klare 0:3 (20:25, 18:25, 22:25)-Niederlage im Play-off-Rückspiel beim polnischen Pokalsieger KS Rzeszow den insgesamt fünften Einzug ins Viertelfinale der Champions League. Und zum anderen ist es für Krystal Rivers, Maria Segura Palleres sowie wohl auch Roosa Koskelo das allerletzte Spiel in der Königsklasse gewesen. „Das war ihnen emotional anzumerken. Es sah in manchen Situationen so aus, als wollten sie es zu gut machen“, sagte Trainer Konstantin Bitter, „sie haben immer mal wieder mit sich gehadert, wenn eine Aktion nicht geklappt hat, das war anders als sonst. Insgesamt war es kein gutes Spiel von uns.“

 
Der Blick geht nun in Richtung der Play-offs: MTV-Trainer Konstantin Bitter. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Allerdings hätten die Stuttgarterinnen schon über sich hinauswachsen müssen, um die 1:3-Niederlage aus dem ersten Duell wettzumachen. „In Rzeszow war sicher mehr drin für uns, das Weiterkommen allerdings eher nicht. Uns ist es nicht gelungen, unseren Gegner unter Druck zu setzen – dazu ist dieser Kontrahent einfach zu stark gewesen“, meinte Konstantin Bitter, „trotzdem bin ich mit unserer Saison in der Champions League sehr zufrieden. Wir sind in einer sehr starken Gruppe auf den zweiten Platz gekommen und haben in wichtigen Spielen voll überzeugt. Ich würde schon sagen, dass wir unsere Aufgaben erfüllt haben.“

Nun kommt es auf die Play-offs in der Bundesliga an

Mit der Rolle, die seine Mannschaft auf europäischer Bühne gespielt hat, ist auch Aurel Irion einverstanden. „In der Gruppenphase haben wir uns sehr gut geschlagen“, sagte der Geschäftsführer von Allianz MTV Stuttgart, „das Ausscheiden in den Play-offs ist sicher keine Enttäuschung.“ Sondern eher ein Ansporn, am Ende dieser Saison erneut den Sprung in die Königsklasse zu schaffen.

Dafür müssten die Stuttgarterinnen zumindest das Play-off-Finale um die deutsche Meisterschaft erreichen. „Wenn wir nicht in diese Endspielserie kämen, wären wir ziemlich enttäuscht, zumal wir gegen alle Top-Teams der Bundesliga eine positive Bilanz aufweisen“, sagte Konstantin Bitter. Und Aurel Irion erklärte: „Dieses Finale muss unser Ziel sein. Es geht nun darum, bis zum Beginn der Play-offs in Topform zu kommen.“

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