Hinterher gab es Umarmungen, Tränen, gegenseitigen Trost. Nach der 1:3- Niederlage im dritten Halbfinalduell gegen den Dresdner SC war nicht nur die Saison für Allianz MTV Stuttgart vorbei. Gleichzeitig endeten die Karrieren von drei Vereinslegenden. Wir haben mit Krystal Rivers (30), Roosa Koskelo (33) und Maria Segura Pallerés (32) gesprochen. Und zudem mit einer Nationalspielerin, die den nächsten Schritt in ihrer Karriere geht.
Krystal Rivers kam 2018 nach Stuttgart – und wurde trotz ihrer riesigen Krankenakte zur besten Angreiferin in der Bundesliga. Vor dem entscheidenden Duell gegen den Dresdner SC hatte sie so große körperliche Probleme, dass sie nicht spielen konnte und zuschauen musste. „Es war kein schönes Gefühl, auf der Bank zu sitzen, aber es ging nicht anders. Wichtig war für mich, dass ich es geschafft habe, überhaupt in der Halle zu sein, um das Team unterstützen zu können“, sagte die US-Diagonalangreiferin, „dieses Ende der Saison ist definitiv sehr enttäuschend, denn wir hatten höhere Ziele. Es war eine Niederlage, die sehr schmerzt. Wir haben gut gespielt, es aber nicht geschafft, das Momentum auf unsere Seite zu ziehen. Allerdings gab es in dieser Saison auch sehr schöne Phase und gute Leistungen, auf die wir stolz zurückschauen können. So ist der Sport.“
Koskelo: „Zu viele Aufs und Abs“
Enttäuscht war auch Libera Roosa Koskelo. „Das war nicht das Karriereende, das ich mir gewünscht habe“, sagte die Kapitänin aus Finnland, die ebenfalls 2018 zu Allianz MTV Stuttgart gewechselt war, mit Tränen in den Augen, „wir hatten in diesem letzten Spiel zu viele Aufs und Abs. In unseren guten Phasen waren wir wirklich gut, aber in unseren schlechten haben wir zu viele Punkte auf einmal zugelassen. Trotzdem bin ich stolz darauf, wie wir nach dem verlorenen ersten Satz noch einmal in das Spiel zurückgekommen sind, das bedeutet mir viel.“
Emotional angefasst zeigte sich auch Maria Segura Pallerés. „Ich bin sehr enttäuscht“, sagte die spanische Außenangreiferin, die fünf Jahre für Allianz MTV Stuttgart spielte, „wir hatten es in der Hand, die Finalserie zu erreichen – und haben diese Chance nicht genutzt, weil wir es einfach nicht zu Ende bringen konnten. Wir haben alles gegeben, doch das war diesmal nicht genug.“
Im Gegensatz zu den drei Urgesteinen hat Jolien Knollema (22) den Großteil ihrer Karriere noch vor sich. In ihrem ersten Jahr bei Allianz MTV Stuttgart gab es 2024 auch dank der Außenangreiferin das Triple, nun verabschiedet sich die niederländische Nationalspielerin in Richtung Florenz. „So wollten wir die Saison nicht beenden, jetzt bin ich total leer“, meinte Jolien Knollema, „ich gehe nach Italien, weil ich wachsen und mich weiterentwickeln will. Ich habe in Stuttgart zwei wunderbare Jahre erlebt. Ich bin allen hier sehr dankbar, die Fans sind einfach nur toll. Es war mir eine Freude, für diesen Club zu spielen.“