Allianz MTV Stuttgart Volleyballerinnen verpatzen Start in der Champions League

Von Dominik Florian 

Den Auftakt in der Champions League hatte sich der deutsche Meister anders vorgestellt: Allianz MTV Stuttgart verlor bei LKS Lodz nach einem Auf und Ab mit 2:3.

Fleißige Punktesammlerinnen: Alexandra Lazic (li.), Krystal Rivers Foto: Baumann
Fleißige Punktesammlerinnen: Alexandra Lazic (li.), Krystal Rivers Foto: Baumann

Lodz - Auftakt verpatzt. Die Volleyballerinnen von Allianz MTV Stuttgart haben innerhalb von drei Tagen den zweiten Rückschlag hinnehmen müssen. Im ersten Gruppenspiel der Champions League kassierte das Team von Cheftrainer Giannis Athanasopoulos am Dienstagabend eine knappe 2:3 (25:16, 22:25, 19:25, 25:16, 10:15)-Niederlage bei LKS Lodz. Mit demselben Ergebnis unterlag der deutsche Meister am Samstag den Ladies in Black Aachen in der Bundesliga. „Es war ein Auf und Ab, das kann ich mir noch nicht ganz erklären“, sagte MTV-Geschäftsführer Aurel Irion.

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Durch ein echtes Wellenbad der Gefühle ging Giannis Athanasopoulos in der Lodz Sport Arena. Und das ließ sich auch sehr gut in seinen Gesichtsausdrücke ablesen: Im ersten Satz lächelte der Grieche zufrieden, sein Team legte einen Blitzstart hin und führte mit 12:4. Selbst das zuletzt wackelige Zuspiel funktionierte, sodass der MTV die hilflos wirkenden Polinnen dominierte. Nach dem 25:16-Satzgewinn wendete sich aber das Blatt: Die Gastgeberinnen machten kaum noch Fehler und plötzlich wackelte bei Stuttgart die Annahme und auch wieder Zuspielerin Cansu Aydinogullari. Nachdem Athanasopoulos beim Satzausgleich noch nachdenklich dreinschaute, verfinsterte sich im dritten Durchgang seine Miene und in einer Auszeit brach es aus ihm heraus: „Haltet euch endlich an den Plan“, brüllte der Coach. Zu spät. Auch Satz drei ging an den polnischen Meister. Danach kam aber die Hoffnung zurück – ins Spiel der Gäste wie auch ins Gesicht von Athanasopoulos. Dank der angriffsstarken Krystal Rivers, die 26 Punkte sammelte, und Alexandra Lazic (18) erzwangen die Stuttgarterinnen den Satzausgleich.

Im entscheidenden Tie-Break musste Stuttgarts Trainer machtlos mit ansehen, wie Lodzs Diagonalangreiferin Izabela Kowalinska Punkt um Punkt machte und die Gäste in die Knie zwang. „Am Ende haben uns Wechselmöglichkeiten und dadurch auch die Kräfte gefehlt“, sagte Irion zum Spiel des MTV, der an diesem Samstag Schwarz-Weiß Erfurt im Viertelfinale des DVV-Pokals empfängt.