Der Block steht: Pia Kästner und Lucia Varela Gomez (re.) beim Heimsieg am 30. Januar gegen den Dresdner SC. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch
Der Volleyball-Meister Allianz MTV Stuttgart trifft in der Halbfinalserie der Play-offs auf den Dresdner SC – und ist gegen den Pokalsieger der Favorit. Los geht es an diesem Sonntag.
Es ist keine Überraschung, dass die Volleyballerinnen von Allianz MTV Stuttgart erneut im Halbfinale der Play-offs um die Meisterschaft stehen – das war angesichts der großen Leistungsunterschiede in der Bundesliga zu erwarten. Es wäre auch keine Überraschung, wenn die Stuttgarterinnen zum zehnten Mal in Folge in die Finalserie einziehen würden. Dafür müssen sie allerdings einen starken Konkurrenten ausschalten.
Der Dresdner SC ist nicht nur einer der Dauerrivalen von Allianz MTV Stuttgart, sondern zudem der amtierende Pokalsieger. Und trotzdem vor allem aus einem Grund nur Außenseiter: Die Heimstärke spricht klar für den Titelverteidiger.
Voller Zuversicht: MTV-Trainer Konstantin Bitter Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch
In der Scharrena hat Allianz MTV Stuttgart in dieser Saison kein einziges Bundesliga-Spiel verloren, kein anderes Team blieb zu Hause ungeschlagen. Das Halbfinale (Modus: Best of three) beginnt an diesem Sonntag (15.15 Uhr) in Stuttgart, das zweite Duell ist am 12. April in Dresden. Sollte eine dritte Partie nötig sein, würde diese am 16. April in der Scharrena stattfinden. Oder anders ausgedrückt: Will der Dresdner SC ins Finale, muss er zumindest einmal auswärts gewinnen – was nicht einfach wird. „Wir lieben es, daheim zu spielen. Die Atmosphäre ist toll, die Halle sehr laut, der Rückhalt wahnsinnig groß“, sagt MTV-Trainer Konstantin Bitter, „für jeden Gegner ist das eine Situation, die erdrückend sein kann. Die Unterstützung von den Rängen entfaltet eine große Wucht.“
Makellose Bilanz gegen den Dresdner SC
Heimsiege der Stuttgarterinnen sind zwar keine Selbstverständlichkeit, in dieser Saison aber zu einer angenehmen Gewohnheit geworden. „Wir haben in der Scharrena oft gute Leistungen gezeigt“, sagt Konstantin Bitter, „und wenn es mal nicht lief, haben wir uns zum Sieg gekämpft.“ So soll es nun auch in der Halbfinalserie der Play-offs laufen, in die der Meister von 2022, 2023 und 2024 voller Zuversicht geht. „Der Dresdner SC ist eine starke Mannschaft“, erklärt der Cheftrainer von Allianz MTV Stuttgart, „doch wir sind, wenn wir gut spielen, besser.“
In dieser Saison gab es bislang drei Duelle, dreimal gewann das Team von Konstantin Bitter. „Das gibt uns Selbstvertrauen“, sagt der Coach, dem der komplette Kader inklusive der zuletzt pausierenden Diagonalangreiferin Krystal Rivers zur Verfügung steht, „und zugleich sind meine Spielerinnen klug genug, um sich nicht zu sicher zu fühlen.“
Schließlich will niemand in Stuttgart eine unschöne Überraschung erleben.