Deutlich mehr Menschen als früher erreichen 35 Versicherungsjahre und mehr, bevor sie in Rente gehen. Dafür gibt es vor allem einen Grund.

Korrespondenten: Tobias Peter (pet)

Immer mehr Menschen erreichen 35 Versicherungsjahre und mehr, bevor sie in Rente gehen. Lag der Anteil der Neurentnerinnen und Neurentner mit mindestens 35 Versicherungsjahren im Jahr 2002 noch bei 58 Prozent, so ist er bis 2022 auf 73 Prozent gestiegen. Dies geht aus Zahlen der Deutschen Rentenversicherung Bund hervor. „Grund für diese Entwicklung ist vor allem die kontinuierlich steigende Erwerbsbeteiligung von Frauen in Westdeutschland und die damit verbundene Beitragszahlung zur Rentenversicherung“, sagte Uwe Hildebrandt, Vorsitzender der Bundesvertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Bund, unserer Redaktion.

 

Bei den Frauen in den alten Bundesländern gab es demnach in den vergangenen 20 Jahren einen Anstieg von 26 auf 62 Prozent bei den Neurentnerinnen, die mindestens 35 Versicherungsjahre haben. „Dies führt auch zu einer besseren, eigenständigen Altersabsicherung dieser Frauen durch die gesetzliche Rente“, sagte Hildebrandt. Die Bundesvertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Bund findet in dieser Woche in Berlin statt.