Am 6. und 7. November Großes Requiem-Konzert in der Martinskirche

Das Sindelfinger Vokalkabinett Foto: privat
Das Sindelfinger Vokalkabinett Foto: privat

Bereits im November 2020 wollte Bezirkskantor Daniel Tepper dieses Programm in Sindelfingen präsentieren. Jetzt soll es endlich klappen.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Sindelfingen - Nach der langen Zwangspause, die die Corona-Pandemie mit sich gebracht hat, können nun endlich wieder Konzerte in größerem Umfang stattfinden. Im Rahmen der städtischen Abonnementreihe „Musik für Sindelfingen“ musiziert das exklusive Sindelfinger Vokalkabinett mit Vokalsolisten und professionellem Kammerorchester unter der Leitung von Bezirkskantor Daniel Tepper am 6. und 7. November Musik der Ewigkeit von Johann Sebastian Bach, Adam Meehan-Staines und Maurice Duruflé.

Das Konzertprojekt war bereits letztes Jahr im November eingeplant, musste aber aufgrund des kurzfristigen Lockdowns abgesagt werden. „Dank einer derzeitig stabilen Situation können wir die lange geschmiedeten Pläne jetzt endlich umsetzen“, sagt der Kirchenmusiker Daniel Tepper.

Berühmte Bachkantate

Neben der berühmten Bachkantate „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ und der expressiven Motette „De Profundis“ des jungen britischen Komponisten Adam Meehan-Staines bildet das farbenreiche Requiem des französischen Orgelsinfonikers Maurice Duruflé das Hauptwerk des Abends.

Die Komposition reiht sich in die Kette zahlreicher und bedeutender Requiemvertonungen ein. Duruflé gelingt es hierbei, ein packendes und zugleich versöhnliches Requiem zu erschaffen, dessen klanglich-ästhetische Schönheit durch eine meisterhafte Instrumentierung besticht. Dunkle, bedrohlich-hymnische Chorpassagen und wuchtige Orgeleinsätze changieren zu kontemplativen Fragmenten gregorianischen Gesangs, während der mit weichen Streicher-Kantilenen und himmlischen Harfenarpeggien gefüllte Kammerorchestersatz die idyllische Stimmung der Ewigkeit hervorhebt.

Endlich kann das Konzert stattfinden

Mit dem semiprofessionellen Sindelfinger Vokalkabinett und dem erlesenen „Consortium Instrumentale“ stehen hochkarätige Ensembles auf dem Plan, die solistischen Partien übernehmen Ruth Dobers (Sopran), Sarah-Lena Eitrich (Alt) und Hans Porten (Bariton).

„Wir freuen uns sehr, diese einzigartigen Werke endlich aufführen zu können. Die emotionale und seelsorgerliche Kraft der Musik wird einem nach einer so langen kulturellen Abstinenz nochmals deutlich bewusst“, betont der Bezirkskantor.

Zuvor hatte Daniel Tepper bereits für die Passionszeit 2020 ein Verdi-Requiem mit Cappella Nuova und großem Sinfonie-Orchester geplant. Das nun geplante Requiem hatte der Bezirkskantor im vergangenen Herbst spontan als Ersatz konzipiert. „Dass ein Werk mit rund 140 Akteuren jetzt garantiert nicht aufgeführt werden kann, war seit dem Lockdown im Frühjahr klar“, hatte Daniel Tepper damals im Interview erklärt.

Herrenbergs neuer Kantor an der Orgel

Was den Sindelfinger Organisten und Chorleiter zudem freut: Den Orgelpart bei diesem Projekt wird Johannes Fiedler übernehmen, seit Kurzem erst neuer Bezirkskantor in Herrenberg, nachdem dort Ulrich Feige in den Ruhestand gegangen ist.

Karten für die beiden Requiem-Konzerte gibt es unter anderem beim Kartenservice der Kreiszeitung Böblinger Bote unter Telefon (0 70 31) 62 00 29, beim i-Punkt Sindelfingen unter (0 70 31) 94-325 sowie an der Abendkasse. Der Einlass ist nur mit 3-G-Nachweis möglich.




Unsere Empfehlung für Sie