Am Standort Vaihingen/Enz Tagesklinik für Senioren schließt Ende März

Am Krankenhausstandort Vaihingen an der Enz hat sich in den vergangenen Jahren viel verändert. Foto: Archiv (Werner Kuhnle)

Als Ersatz für die Einrichtung in Vaihingen/Enz wird zum April ein neues Angebot am Krankenhaus in Bietigheim geschaffen.

Ludwigsburg: Andreas Hennings (hen)

Von dem traditionsreichen Krankenhausstandort Vaihingen an der Enz mit einst 60 Betten und rund 130 Mitarbeitern ist bereits seit 2015, als die stationäre Versorgung wegfiel, nicht mehr viel vorhanden. Wie die RKH-Kliniken am Mittwoch mitteilten, wird nun Ende März auch die verbliebene Internistisch-geriatrischen Tagesklinik geschlossen.

 

Die Einrichtung, die in fünf Wochen ihre Pforten schließen wird, verfügt über zwölf Plätze und ist für Patienten ab 70  Jahren gedacht, die hier eine Ergänzung zur hausärztlichen Betreuung erhalten. Als Bindeglied zwischen ambulanter und stationärer Behandlung. Ziel ist es, die Selbstständigkeit, Alltagskompetenz und Lebensqualität der Senioren wieder herzustellen und zu erhalten. Sie ist Anlaufstelle zur Begleitung und Überwachung von Therapien, zur Nachsorge nach einem Schlaganfall, bei Parkinson oder Gebrechlichkeit, bei chronischem Schmerz, bei Diabetes oder für die Diagnostik und Therapie kognitiver oder emotionaler Beeinträchtigungen wie begleitende Depression.

Betrieb war seit 2016 befristet

Der Grund, die stationäre Versorgung in Vaihingen aufzugeben, lag vor acht Jahren an anhaltenden Personalengpässen und einer perspektivisch schwierigen wirtschaftlichen Lage. 2016 war dann mit den Kostenträgern, sprich Krankenkassen, ein bis Ende 2019 befristeter Betrieb der Tagesklinik vereinbart worden. Dies wurde dann einmalig verlängert – die Kostenübernahme endet jetzt aber. „Nun musste mit den Kostenträgern bei Zustimmung des Aufsichtsrats der RKH-Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim eine Beendigung des Betriebs der Tagesklinik“ zum 31.  März vereinbart werden, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Mitarbeiter werden von den beiden Kliniken Ludwigsburg und Bietigheim übernommen.

Ansiedlung an Krankenhaus ist wichtig

Ihr Leiter Daniel Kopf wirkt als Ärztlicher Direktor der Klinik für Geriatrie, Diabetologie und Endokrinologie ebenfalls bereits am Krankenhaus-Standort Bietigheim. Und auch die Patienten sollen hier eine neue Anlaufstelle finden. „Dort öffnet Anfang April eine geriatrische Institutsambulanz, die am Krankenhaus angesiedelt ist“, sagt die RKH-Regionaldirektorin Anne Matros. Die Ansiedlung an einem Krankenhaus sei wichtig. Bis das im April in Bietigheim-Bissingen gewährleistet ist, läuft der Betrieb in Vaihingen unverändert weiter. Was danach mit den Räumen der bisherigen Klinik passieren wird, steht bereits fest. Sowohl das für Aus- und Fortbildungen vielfältig genutzte RKH-Simulationszentrum als auch das Medizinisches Versorgungszentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe werden vergrößert. Gerade bei der Gynäkologie war der Platz bislang knapp bemessen.

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