American Football in Leonberg Die Alligators haben Lust  auf mehr

Von Luca Kraus 

Das 30:0 gegen die Bruchsal Barocks zum Abschluss der Kreisliga-Saison zeigt, dass der Meister höheren Aufgaben gewachsen ist.

Trainer Fabian Hoyer (oben) hat seinen  Jungs ordentlich eingeheizt und freut sich nun mit ihnen über die eindrucksvolle Bilanz. Foto: Andreas Gorr
Trainer Fabian Hoyer (oben) hat seinen Jungs ordentlich eingeheizt und freut sich nun mit ihnen über die eindrucksvolle Bilanz. Foto: Andreas Gorr

Leonberg - Es hätte nicht zur überzeugenden Saison der Leonberg Alligators gepasst, hätten sie sich im Saisonfinale noch die weiße Weste beflecken lassen. Und so gingen sie ihr letztes Spiel 2018 in der Kreisliga gegen die Bruchsal Barocks auch mit der notwendigen Ernsthaftigkeit an. Einen souveränen 30:0-Erfolg später stand dann die perfekte Bilanz von zehn Siegen aus zehn Spielen fest. Bereits seit zwei Wochen war klar, dass es die Seniors der U 19 aus dem Vorjahr gleich tun und sich in ihrer ersten Saison überhaupt die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg sichern würden.

Die beeindruckende Erfolgsserie der Alligators setzt sich somit fort, Trainer Fabian Hoyer ist allerdings nicht bekannt dafür, deshalb in Euphorie zu verfallen: „Es lief nicht alles so gut, wie es die größtenteils sehr deutlichen Ergebnisse aussehen ließen. Andere Teams hätten unsere Fehler stärker bestraft. Dennoch bin ich glücklich, dass wir die Saison so zu Ende gebracht haben.“

Viele Wechsel in der Aufstellung

Auch gegen Bruchsal rotierte er teilweise bedingt durch Urlauber und Verletzte wieder kräftig durch, der offensive Spielfluss stockte so anfänglich. Mit der Hereinnahme des Quarterbacks Moritz Wieler änderte sich das, sodass Leonberg nach zwei Vierteln auf 18:0 davonzog. In den beiden Schlussabschnitten legten die Gäste noch zweimal nach.

Da es die Defensive bis auf einen Angriff in der Schlussphase mit zwei laut Hoyer fraglichen Strafen gegen seine Mannschaft erneut schaffte, den Gegner weit von der Endzone fernzuhalten, stand der nächste Sieg ohne Gegenpunkte fest. Der während der gesamten Saison so dominante Mannschaftsteil entging so auch den vor der Partie von Hoyer festgelegten 20 Liegestützen pro gegnerischem Zähler. Mit dieser Maßnahme wollte er auch die letzten Prozentpunkte aus seiner Mannschaft kitzeln. „Da ich selbst Defensivspieler war, ist das mein Steckenpferd. Es ist in den unteren Spielklassen aber auch einfacher, gegen den Ball zu überzeugen, weil die Gegner viele Fehler machen“, sagt Hoyer.