American Football: SV Fellbach Warriors ziehen sich zurück

Solche Bilder wird es bis auf Weiteres nicht mehr im Fellbacher Stadion geben. Foto: Günter Schmid

Die American Footballer werden in diesem Jahr nicht am Spielbetrieb teilnehmen. Die Fellbacher wollen sich neu aufstellen.

Sport: Marius Gschwendtner (mgs)

Die American Footballer des SV Fellbach haben turbulente Monate hinter sich, mit einem schmerzhaften Einschnitt: Die Fellbach Warriors werden in der kommenden Saison nicht am Spielbetrieb teilnehmen. Nach dem Abstieg aus der Regionalliga im vergangenen Jahr hätten die Fellbacher eigentlich in der Oberliga starten sollen. „Nachdem wir im Training aber gemerkt haben, dass der Spielerbestand nicht ausreicht, haben wir uns dazu entschieden, zurückzuziehen“, erklärt der kommissarische Abteilungsleiter Marcel Dippon. Zuletzt seien nur zehn Spieler aktiv gewesen.

 

Trainer Weigel ist aus familiären Gründen zurückgetreten

Dippon, der bisherige Stellvertreter, hat das Amt vorerst von Timo Müller als Abteilungsleiter übernommen. Müller hatte zudem bis vor Kurzem das Amt des Headcoaches der Fellbach Warriors inne. Nach dem familiär begründeten Rücktritt von Cheftrainer Fabian Weigel hatte sich zunächst kein Nachfolger gefunden, weshalb Müller den Posten zusätzlich übernahm. Mit dem Rückzug des Herrenteams trat Müller von allen seinen Ämtern zurück.

Für 2027 soll ein neues Team aufgebaut werden

Dippon moderiert aktuell die schwierige Situation und den Neuaufbau der Abteilung. „Man hat sich in den vergangenen Jahren zu sehr auf den Erfolgen ausgeruht und einiges falsch gemacht“, sagt er. Den Negativtrend hätte man bereits früher bemerken und beheben können. So hätten immer mehr Spieler den Verein verlassen, nur wenige dagegen seien neu dazugestoßen. Zudem seien die ehrenamtlichen Tätigkeiten nur auf wenige Schultern verteilt gewesen. „Generell hatte das Ehrenamt im Verein nachgelassen“, sagt Dippon.

Ziel ist es nun, für die Saison 2027 ein neues Team aufzubauen. Statt in der Oberliga würde ein Neuanfang noch einmal zwei Klassen tiefer in der Bezirksliga beginnen. Ein fünfköpfiges Trainerteam habe bereits sein Interesse bekundet. „Noch sind die Zusagen nicht komplett fix und die Namen noch nicht in Stein gemeißelt“, gibt sich Dippon noch bedeckt. Mit der neuen sportlichen Führung erhoffe man sich aber auch, ehemalige Spieler wieder zurückgewinnen zu können.

Kooperation in der Jugend ist geplant

Zudem wolle man im kommenden Jahr den Fokus auf die Jugendarbeit richten. Bislang kooperierten die Fellbach Warriors in der Jugend durch eine Spielgemeinschaft mit dem Erstligisten Pforzheim Wilddogs. „Wir sind gewollt, Fellbach wieder zu einer Anlaufstelle für guten Jugend-Football zu machen“, sagt Dippon. Dafür werde ein neues Konzept ausgearbeitet. Zunächst muss sich die Abteilung nach den internen Zerwürfnissen personell neu aufstellen. Man nutze die Pause, um „Altlasten zu entfernen und motiviert in eine neue Ära zu starten“, verkündet das Team auf seiner Homepage.

Weitere Themen