American Music Awards Showtime mit politischen Untertönen

Von red/dpa 

Die American Music Awards: Der Spitzenpreis für Ariana Grande, die meisten Trophäen für Justin Bieber und Rapper Drake, eine tränenreiche Rede von Selena Gomez und politische Seitenhiebe von Lady Gaga und Sting.

Ein Anblick, an den man sich noch gewöhnen muss: Lady Gaga in Songwriter-Pose. Foto: Getty Images 11 Bilder
Ein Anblick, an den man sich noch gewöhnen muss: Lady Gaga in Songwriter-Pose. Foto: Getty Images

Los Angeles - Die amerikanische Sängerin Ariana Grande (23, „Dangerous Woman“) hat den American Music Award in der Königskategorie gewonnen. Grande nahm am Sonntagabend (Ortszeit) in Los Angeles den Preis als „Künstler des Jahres“ entgegen. Sie setzte sich damit gegen Justin Bieber, Selena Gomez, Rihanna und Carrie Underwood durch. Über die Gewinner stimmten Fans im Internet ab.

Doch zahlenmäßig räumten zwei Kanadier ab: Pop-Star Justin Bieber, der von einem Auftritt bei seiner Konzert-Tour in Europa nach Los Angeles geschaltet wurde, holte vier Preise, als bester Pop/Rock-Sänger, für das Album „Purpose“, den Song „Love Yourself“ und das Video für „Sorry“.

Drake und Rihanna als Erfolgs-Duo

Der kanadische Rapper Drake gewann in der Sparte Rap/Hip-Hop die Preise als bester Künstler, für sein Album „Views“, den Song „Hotline Bling“ und im Zusammenspiel mit Rihanna die Trophäe für den Soul/R&B-Song „Work“. Rihanna holte zwei weitere Preise, als beliebteste Soul/R&B-Sängerin und für ihr Album „Anti“.

Das US-Musikerduo Twenty One Pilots wurde zur beliebtesten Pop/Rock-Band und als Alternativ-Rock-Künstler gekürt. Selena Gomez bedankte sich mit ergreifenden Worten, als sie den Preis als beste Pop/Rock-Sängerin entgegennahm. Sie sei innerlich total zerbrochen gewesen und hätte einfach anhalten müssen, sagte Gomez mit Blick auf abgesagte Konzerte und eine Auszeit, um sich auf ihre Gesundheit zu konzentrieren. „Ihr seid so verdammt loyal“, bedankte sie sich bei ihren Fans.

Schwester von Prince zu Tränen gerührt

Zu Tränen gerührt stand Tyka Nelson, die Schwester des im April gestorbenen Sängers Prince, auf der Bühne. Sie nahm den posthum verliehenen Preis für den Soundtrack zu deiana Grande

m Film „Purple Rain“ (1984) entgegen. Im vorigen Jahr hatte Prince bei den American Music Awards noch selbst als Laudator auf der Bühne gestanden.

Die dreistündige Preisgala war mit Live-Auftritten von Stars wie Bruno Mars, Lady Gaga, John Legend, Green Day und Sting gespickt. Viele nutzten die Bühne für politische Seitenhiebe auf den nächsten US-Präsidenten Donald Trump. US-Model Gigi Hadid, die mit dem Komödianten Jay Pharoah die Show moderierte, ahmte mit Grimassen und gespieltem Akzent Melania Trump nach. „No Trump, no KKK, no fascist USA!“, fügte die Punk-Rock-Band Green Day als Slogan in ihren Song „Bang Bang“ ein.




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