Amtseinführung des US-Präsidenten Das sagen Amerikaner aus der Region Stuttgart zu Joe Biden

Mark Neel (links) und Sasha Arrington (zweite von rechts) haben im Oktober auf dem Stuttgarter Schlossplatz geholfen, Wähler zu registrieren. Foto: Privat

Erleichtert und bewegt haben Amerikaner aus der Region Stuttgart die Amtseinführung von Joe Biden verfolgt. Die Demokraten sind sich einig, dass der neue US-Präsident der richtige Mann ist für die großen Herausforderungen, die zu meistern sind.

Familie/Bildung/Soziales: Viola Volland (vv)

Stuttgart - Im Wahlkampf haben sie für ihn in der Region Stuttgart gekämpft – nun konnten sie seine Amtseinführung aus der Ferne miterleben, per Live-Stream am jeweiligen Rechner zu Hause. Sasha Arrington und Mike Neel, die Vorsitzenden vom Stuttgart-Chapter der Democrats Abroad Germany, sind glücklich darüber, dass Joe Biden am Mittwoch endlich ins Weiße Haus eingezogen ist – und froh, dass bei den Feierlichkeiten vor dem Kapitol alles gut gegangen ist. „Ich bin total erleichtert“, sagt Mike Neel, der seit 1995 in der Region Stuttgart lebt und in der Landeshauptstadt bei einer Softwarefirma arbeitet.

 

Nach dem Sturm aufs Kapitol habe er sich Sorgen gemacht, dass auch bei der Amtseinführung etwas passieren könnte. Doch die Sicherheitsvorkehrungen seien zum Glück ausreichend gewesen. Joe Bidens Rede fand der 56-Jährige „sehr stark“. Dessen Botschaft, nach Einheit zu streben, sei genau die richtige. Die Herausforderungen aber, sagt Neel, seien unglaublich groß – noch größer als damals, als Präsident Barack Obama an die Macht gekommen sei, mit Biden als seinem Vizepräsidenten an der Seite. Der muss nun nicht nur mit den Folgen der Pandemie und der Wirtschaftskrise umgehen, sondern auch die Spaltung der Gesellschaft überwinden. „Ich glaube, dass Biden der richtige ist“, sagt Neel – aufgrund seiner Empfindsamkeit und Herzlichkeit. Bei der Wahl der Kabinettsmitglieder zähle zudem endlich wieder Kompetenz und nicht das Vorhaben, zu zerstören. Neel war bei den Vorwahlen der Demokraten noch kein Anhänger Joe Bidens gewesen. Das hat sich geändert.

Ähnlich ist es bei Sasha Arrington, die ursprünglich die Senatorin Elizabeth Warren unterstützt hatte. „Biden macht Hoffnung“, sagt sie – „er ist ein guter Mensch, das tut unserem Land jetzt wirklich gut“. Vor allem aber machen ihr „Biden und Harris Hoffnung.“ Beide Politiker, davon ist sie überzeugt „werden Entscheidungen treffen, die für das Volk sind und nicht ihre eigenen Interessen verfolgen“. Gerade von der Vizepräsidentin, dieser „klugen, tollen Frau“, hält Sasha Arrington viel.

Demokraten aus Deutschland haben per Zoom gemeinsam gefeiert

Die 47-Jährige hat am Mittwoch mit 180 Demokraten, die in Deutschland leben, mit „viel Sekt“ auf ihren neuen Präsidenten angestoßen. Die digitale Inaugurationsparty der Democrats Abroad via Zoom war eine Premiere: Diese Momente miteinander zu teilen, fand sie „sehr schön“. Ihr haben die „emotionalen Reden“ sehr gefallen – besonders auch der Auftritt der Dichterin Amanda Gorman. „Endlich hat man wieder etwas Positives vor Augen“, sagt die Amerikanerin.

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