Amtseinsetzung von Frank Buß Ein Schultes, dem die Plochinger vertrauen

Der Erste stellvertretende Bürgermeister Reiner Nußbaum (rechts) verpflichtete Frank Buß auf seine dritte Amtszeit. Foto: Tim Kirstein

Frank Buß ist nun offiziell in seiner dritten Amtszeit angekommen. Bei der Veranstaltung in der Plochinger Stadthalle gab es viel Lob für den alten und neuen Bürgermeister, auch aus der Nachbargemeinde.

Am vergangenen Freitag trat Frank Buß offiziell seine dritte Amtszeit als Bürgermeister von Plochingen an. Auf die Leistungen der vergangenen Jahre könne man mit Maß und Ziel aufbauen, sagte Buß bei der Amtseinsetzung in der Plochinger Stadthalle. Zu den Aufgaben eines Bürgermeisters gehöre es oftmals, Entscheidungen zu treffen, die nicht alle glücklich machen, merkte Landrat Heinz Eininger an. Frank Buß sei einer, der seine Sache richtig gemacht und in den vergangenen 16 Jahren gute Arbeit geleistet habe. In seiner dritten Amtszeit spiegele sich das Vertrauen der Bürger wider.

 

„Wir leben in sehr unruhigen Zeiten“, sagte Reiner Nußbaum, Erster stellvertretender Bürgermeister von Plochingen. „Da kommt auf unsere Regierenden oder Oberen eine hohe Verantwortung zu.“ Oftmals gebe es viele gute Ideen, die jedoch an ihrer Umsetzung scheiterten. In Plochingen würden sich zudem dringende Fragen auftun. Der Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung für Kinder im Grundschulalter ab 2026 und auch die noch offene Radschnellwegdebatte dürften nicht vergessen werden. „Es gilt, eine wachsende Stadt auf engem Raum mit circa 100 Nationalitäten und den damit verbundenen Herausforderungen zu gestalten“, so Nußbaum.

Bedeutende Investitionen in die Infrastruktur

Als Bürgermeister habe sich Buß in den vergangenen Jahren stets als Teamplayer gegeben, sagte Landrat Eininger. Dass Gemeinderat und Bürgermeister in Plochingen gut zusammenarbeiten und die Stadtgesellschaft gehört werden, zeige sich auch im Ergebnis der Wahl im Februar. Frank Buß hatte sich mit knapp 66 Prozent der Stimmen gegen seinen Herausforderer Harald Schmidt durchsetzen können.

In den vergangenen Jahren hat sich in Plochingen viel getan. „Es gab bedeutende Investitionen in die Infrastruktur“, sagte Eininger. Da wäre die Sanierung des Bahnhofsbereichs, der die Attraktivität und die Funktionalität des Ortes stark erhöht habe. Über die Jahre habe sich die Steuerkraft von Plochingen kontinuierlich verbessert, die ordentlichen Ergebnisse im Haushalt seien meist positiv. Dadurch konnten Rücklagen geschaffen werden, die nun in Projekte fließen wie beispielsweise das Verkehrs- und Mobilitätskonzept „MOVE 2035“ oder den Masterplan Wohnungsbau 2035.

Das größte aktuelle Projekt in Plochingen ist die Sanierung und Erweiterung des Schulzentrums für etwa 57 Millionen Euro. Ein rohstoffarmes Land wie Deutschland brauche gute Bildungsmöglichkeiten, um Fachkräfte auszubilden, sagte Buß. Bei diesem und anderen Projekten zeige sich, dass die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden wichtig für den Erfolg aller sei. Auch in Zukunft wolle man daran festhalten.

Gute Grundversorgung in Plochingen

„Plochingen ist eine attraktive, dynamische Stadt“, sagte Buß. Zwar laufe nicht immer alles rund, dennoch könnten sich die Ergebnisse stets sehen lassen. Die Stadt habe eine gute Grundversorgung in der Fußgängerzone, umfassende Kinderbetreuung, vielfältige kulturelle und musikalische Angebote und eine hohe Lebensqualität zu bieten. „Auf diese Leistungen dürfen wir aufbauen, aber mit Maß und Ziel“, so Buß

In Debatten würden Gefühle zunehmend an die Stelle der Vernunft treten, führte Deizisaus Bürgermeister Thomas Matrohs an. Der Bürgermeister sei der erste, von dem Antworten erwartet würden. Seine Eignung für das Amt habe Buß durch „Leidenschaft für kommunalpolitische Themen und Leidensfähigkeit bei manchen Debatten“ bewiesen, sagte Matrohs. Als Bürgermeister zeige Buß stets Engagement, die richtige Themensetzung und die Entscheidungsfreude, die in diesem Amt so wichtig ist.

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