Anahita Rehbein (links) und Olivia von Platen haben sich als Kaffeeklatsch-Gäste auf dem Frühlingsfest angekündigt. Foto: Instagram/ A & O Podcast
Ihr Podcast ruht, „um Schaden von anderen abzuwenden“. Doch jetzt haben Anahita Rehbein und Olivia von Platen für ein exklusives Event des Frühlingsfestes zugesagt, um darüber zu reden, was sie bewegt. Der Ansturm auf die Reservierungen ist riesig.
Wenn das Private öffentlich wird, zeigt meist eine Influencerin damit, dass sie was von ihrem Job versteht. Viel von sich preisgeben, die digitale Inszenierung möglichst authentisch gestalten, sehr familiär auftreten – damit rasen die Klickzahlen nach oben. Je mehr Follower, desto mehr Einnahmen aus der Werbung.
Wohin Offenheit im Internet führen kann, haben Anahita Rehbein, die frühere Miss Germany, und Olivia von Platen, die Ehefrau des geschassten Porsche-Vorstandsmitglieds Detlev von Platen, in den vergangenen Wochen emotional sehr heftig erlebt. Irgendwann war es selbst den sonst eifrig plaudernden Freundinnen zu viel. Sie fürchteten um den Ruf ihrer Lieben: um den Ruf des neuen Lebenspartners (bei Rehbein), der Anfang des Jahres bei Porsche Digital angefangen hat, und den Ruf des Ehemanns (bei von Platen), der bei Porsche rausgeflogen ist. Deshalb verordneten sie sich gemeinsames Schweigen.
Am 3. Mai kommen die Influencerinnen zum „Aftercoffee“
Die beiden Influencerinnen, von denen Rehbeins Ex-Mann Jörg Echtermann sagt, diese Mädels-Freundschaft hätte seine Ehe zerstört, baten die Fans um Verständnis. Ihren Podcast „ Das A & O vom Kaffeequatsch“ legten sie auf Eis, damit sich die immer stärker aufgeheizte Aufregung abkühlen kann.
Nina Renoldi mit Lorenz Grohe (links) und Tim Berkemer von der Spitzbubenbar. / Niedermüller
Es gibt nicht nur Kaffee
Der Nachmittag auf dem Wasen ist kein Selbstläufer – bei A & O aber schon. „Anahita und Olivia waren schon vor einem Jahr bei uns zu Gast“, sagt der Wirt und ist sehr froh, dass sie nun erneut gegen Gage zugesagt haben. Erst werden die Influencerinnen in einer Art Talk am Mikrofon darüber reden, was sie bewegt, auch Fragen der Gäste beantworten, so Berkemer, dann aber werde „richtig gefeiert“. Es wird also nicht nur Kaffee getrunken.
Shuttle Service vom Wasen in die City-Clubs
Die Spitzbubenbar gilt als Hotspot für das junge Wasenpublikum, das Dirndl und Lederhose trägt, aber lieber Schampus als Bier bestellt. Heiß geht’s auf dem Empore der Hütte von Nina Renoldi her, aber diesmal nicht mehr ganz so verschwitzt wie in den Vorjahren. „Wir haben ein neues Luftsystem eingebaut“, berichtet Tim Berkemer, „damit unsere Events keine Sauna mehr sind.“ Wenn Zapfenstreich beim Frühlingsfest ist, gibt’s einen Shuttle-Service, mit dem die Gäste in die Clubs Hi Life und Zubrovka am Rotebühlplatz zum Weiterfeiern befördert werden.
Bereits am 25. April kommt der Künstler Romulo Kuranyi zu einer „Artnight“ in die Spitzbubenbar – in dieser Nacht legt DJ Anrey auf, dem der Karrieresprung von Stuttgart nach Dubai gelungen ist. Am 24. April und 8. Mai wird der „Electronic-Wasen“ in dieser clubähnlichen Partylocation gefeiert.
Beim Frühlingsfest wird das traditionelle Gaydelight beim Wasenwirt nicht mehr gefeiert, was der Organisator mit seinem Alter, mit Stress und Exklusivität („Weniger ist mehr“) erklärt. Die Community trifft sich trotzdem – bei Nina Renoldi.
„Vielfalt ist für uns kein Trend, sondern gelebter Anspruch“, sagt Phil Hagebölling, PR-Manager der Almhütte Royal, „deshalb gestalten wir unser Veranstaltungsprogramm bewusst offen, inklusiv und einladend für alle – vom traditionellen Frühschoppen über beliebte Wasenbands oder House-DJs bei den Spitzbuben bis hin zur Pride-Party.“ Für Sonntag, 27. April, 17 bis 22 Uhr, rufen die „royalen“ Wasenveranstalter den „Regenbogenalarm“ aus – so heißt das neue Angebot für ein queeres Publikum auf der Empore der Almhütte, das Stuttgart Pride, die CSD-Initiative, unterstützt. Für den 8. Mai, 17 Uhr, schließlich laden die Partyspiegelagenten zur „Wasengaudi“ an diesem Ort.