ANC Der Weg des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) an die Macht

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Gründung 60 Delegierte aus allen Landesteilen hatten sich am 8. Januar 1912 in der Methodistenkirche von Waaihoek versammelt. Sie gehörten alle entweder der afrikanischen Aristokratie an oder übten angesehene Berufe aus - darunter viele Ärzte, Juristen und Lehrer. Sie repräsentierten nur einen kleinen Teil der schwarzen Bevölkerung.

Gründe Nach dem Burenkrieg verweigerten die weißen Südafrikaner der afrikanische Bevölkerung das Wahlrecht und das Recht auf Landbesitz.

Aktion Der erster ANCPräsident John Dube schrieb Petitionen an die weiße Minderheitsregierung. Er fuhr nach London, um sich am Königshof über die schlechte Behandlung zu beklagen. Ohne Erfolg. Zehn Jahre nach seiner Gründung wirkte der ANC fast wie von der politischen Bühne verschwunden.

Jugend Erst das Aufkommen einer neuen Generation, zu der Nelson Mandela gehörte, machte aus dem Club eine schlagkräftige Organisation. Mandela & Co. gründeten 1944 die ANC-Jugendliga und organisierten zivile Ungehorsamskampagnen nach dem Vorbild Gandhis. Als die Polizei 1960 beim Massaker von Sharpeville 69 Demonstranten erschoss, rief er zum bewaffneten Kampf auf und gründete den bewaffneten Flügel des ANC.

Verbot Der ANC wurde verboten, viele wurden inhaftiert oder flohen ins Ausland. Bald war der schwarze Widerstand wieder so gut wie gebrochen, auch interne Querelen entzweiten die Befreiungskämpfer.

Sieg Heute stellt sich der ANC gerne als einziger Vater der Befreiung dar. Dem Kampf der UDF (und weit weniger dem Guerillakrieg des ANC) ist es zuzuschreiben, dass die weiße Minderheitsregierung schließlich 1989 aufgab und zu Verhandlungen über eine demokratische Zukunft bereit war. Das wurde zur Sternstunde des ANC und seines damals noch ungekrönten Präsidenten Nelson Mandela. Er führte die Verhandlungen mit der weißen Minderheitsregierung. Zum Schluss hatte der ANC fast alles erreicht, was zu erreichen war. Andere Organisationen des schwarzen Widerstands, die dem ANC die Macht hätten streitig machen können, wurden erfolgreich abgedrängt: Bei den ersten demokratischen Wahlen 1994 bekam die Partei 62 Prozent der Stimmen.




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