Ein gebührendes Jubiläumskonzert oder zu viel Kommerz? Die Meinungen zum Heimspiel-Konzert von Andrea Berg gehen auseinander.

Rems-Murr: Phillip Weingand (wei)

Sie feierte ihr 20. Heimspiel – und 34.000 Besucher feierten mit. In den sozialen Netzwerken überwiegt nach dem Jubiläumskonzert von Andrea Berg in Großaspach die Begeisterung, doch nicht allen hat das Heimspiel gleich gut gefallen. Wir haben uns in den sozialen Medien nach lobenden und kritischen Stimmen zum Konzert umgesehen – und ganz nebenbei von einer Begebenheit erfahren, welche die Fan-Nähe von Andrea Berg gut demonstriert.

 

„Es war einfach mega“, heißt es vielfach über das Berg-Heimspiel in Aspach. Viele sprechen von einem „wunderschönen Wochenende“ und loben die „tolle Atmosphäre“, die „Gänsehaut-Momente“ und das Gefühl, Teil einer großen Familie zu sein. Auf der Facebook-Seite der Sängerin schreibt ein Fan: „Eine losgelöste, befreite Künstlerin, die bei sich angekommen ist – das war der Höhepunkt.“ Andere beschreiben das Heimspiel als „emotional“ und „magisch“.

Einige Fans sind auch von einer Begebenheit abseits der Bühne beeindruckt: Andrea Berg und ihr Ehemann Uli Ferber besuchten am Samstag persönlich den Wohnmobil-Campingplatz. Mehrere Besucher hoben dies in den Kommentaren positiv hervor. Das Management bestätigte unserer Zeitung inzwischen: Berg und Ferber seien dort gewesen, um die Fans zu besuchen – Ferber und der Veranstaltungsleiter halfen Campern dabei, umzuparken, um im Fall eines Gewitters von der nassen Wiese zu kommen. „Das zeigt echte Größe“, heißt es in einem Kommentar.

Diese Kritikpunkte haben Fans nach Andrea Bergs Heimspiel

Andrea Berg beim 20. Heimspiel Foto: Gottfried Stoppel

Trotzdem war nicht jeder begeistert. Einige vermissten Überraschungen im Programm des Konzerts: „Für 20 Jahre Heimspiel hatte ich einfach mehr erwartet“, schreibt eine Besucherin. Die Show sei zwar professionell gewesen, aber besondere Höhepunkte hätten gefehlt. Nicht jedem reichte das Bühnenprogramm. „Man dachte immer, da kommt noch was“, hieß es in einem Kommentar. Andere Besucher sprachen von „besseren Konzerten in den vergangenen Jahren“.

Manchmal fällt der Hinweis, dass sich Besucher bei einem Jubiläum zusätzliche Showelemente oder Gaststars gewünscht hätten. Tatsächlich trat diesmal kein musikalischer Gast live auf. Bei vielen vergangenen Heimspielen kamen Schlager-Größen für ein Duett auf die Bühne – etwa der inzwischen in öffentliche Ungnade gefallene Xavier Naidoo, die Höhner, Nik P., DJ Ötzi oder Bergs Stief-Schwiegertochter Vanessa Mai. In der neuesten Ausgabe des Heimspiels kam zwar Roland Kaiser – allerdings nur per Videoleinwand zugeschaltet. Einige Fans hätten sich offenbar mehr gewünscht.

Auch über organisatorische Details diskutieren einige Besucher. Kritik gab es etwa an „überfüllten Getränkeständen“ oder langen Wegen auf dem Gelände. „So verliert man echt Umsatz – schade“, kommentierte ein Besucher. Ein anderer meinte: „Es war zu voll, kaum ein Durchkommen.“

Das nächste Heimspiel wird sicher auch wieder ausverkauft sein

Und dennoch: Die allermeisten Kommentare sind positiv. „Zum ersten Mal dabei – aber garantiert nicht zum letzten Mal“, schreibt eine Besucherin. Vielen anderen dürfte es ebenso gehen – bei etlichen Schlagerfans ist das Konzert ein Fixpunkt im Kalender, meistens ist es schon Monate im Voraus ausverkauft.