Andreas Hinkel im Interview Andreas Hinkel: "Ich bin mit mir und meiner Karriere im Reinen"

Andreas Hinkel beendet mit 30 Jahren seine aktive Fußballerkarriere. In unserer Bildergalerie zeigen wir die schönsten Bilder aus dem Fußballerleben des weiß-roten Eigengewächses! Foto: Pressefoto Baumann 19 Bilder
Andreas Hinkel beendet mit 30 Jahren seine aktive Fußballerkarriere. In unserer Bildergalerie zeigen wir die schönsten Bilder aus dem Fußballerleben des weiß-roten Eigengewächses! Foto: Pressefoto Baumann

Der langjährige Abwehrspieler des VfB Stuttgart Andreas Hinkel hat seine Fußballkarriere beendet - mit gerade einmal 30 Jahren. Im Interview erklärt er seinen Schritt und betont: Ich habe mir das gut überlegt.

Digital Unit : Theresa Schäfer (the)
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Stuttgart - Der langjährige Abwehrspieler des VfB Stuttgart Andreas Hinkel hat seine Fußballkarriere beendet. Das bestätigte seine Presseagentur am Montagmorgen.

Zuletzt war der 30-Jährige beim SC Freiburg unter Vertrag, musste dort aber die Bank drücken. Von 2000 bis 2006 spielte Hinkel beim VfB Stuttgart und empfahl sich dort auch für die Nationalmannschaft, für die er 2003 sein erstes Spiel machte. Vor dem Wechsel nach Freiburg hatten sich auf Facebook viele Hinkel-Fans für eine Rückkehr des Verteidigers zum VfB Stuttgart stark gemacht.

Im Interview erklärt Andreas Hinkel seine Gründe, warum der Abschied von der aktiven Karriere so früh kommt.

Mit 30 Jahren die Karriere zu beenden, ist früh – warum haben Sie sich für diesen Schritt entschieden?

Andreas Hinkel: Weil es für mich der richtige Zeitpunkt ist. Das ist ja kein spontaner Entschluss, sondern einer, der sehr gut überlegt ist. Ich bin mit mir und meiner Karriere im Reinen. Ich hatte zwölf tolle und intensive Jahre, in denen ich viel erlebt habe. Ich habe insgesamt sieben Titel gewonnen und 21 Mal das Nationaltrikot getragen. Ich freue mich jetzt enorm auf einen neuen Lebensabschnitt.

Einige Vereine, so verlautete es, haben Ihnen ihre Aufwartung gemacht. Warum haben Sie sich dagegen entschieden?

Ich hatte einige Angebote, vor allem von Erstligavereinen aus dem Ausland. Aber ich habe eine Familie und zwei Kinder. Ich hatte keine Lust, irgendwo einen Vertrag zu unterschreiben, nur um die Karriere noch etwas in die Länge zu ziehen. Das ist nicht meine Art.

Viele Fans hätten Sie gerne beim VfB Stuttgart gesehen – gab es da jemals ernsthafte Gespräche drüber?

So weit ist es nie gekommen. Der VfB hatte mir nach meiner Verletzung die Möglichkeit gegeben, mich im Mannschaftstraining fit zu halten. Dafür war ich sehr dankbar. Es ist ja kein Geheimnis, dass dieser Club für mich etwas Besonderes ist. Dort habe ich den Großteil meiner Jugend verbracht, bin Profi geworden und habe eine fantastische Zeit erlebt.

Und was kommt jetzt? Wollen Sie in der Fußballwelt bleiben – als Trainer, Manager?

Ich werde auf jeden Fall im Fußball bleiben, das ist einfach ein geiler Sport. Und ich habe auch eine Menge Ideen. Aber bevor ich mich entscheide, will ich mich erst einmal in allen Bereichen informieren. Ich werde den Trainerschein machen, ins Management reinschnuppern und auch die Beraterlizenz machen. Ich will einfach alle Facetten kennenlernen.

Im Sommer 2011 stand Andy Hinkel in "Bruno sieht rot" Rede und Antwort - sehen Sie sich das Video von damals an!

Zur Person: Als einer der „jungen Wilden“ ist Andreas Hinkel beim VfB Stuttgart groß geworden und spielte unter Trainer Felix Magath in der Champions League. In insgesamt 163 Bundesligaspielen schoss er ein Tor. 21 Mal stand er für die deutsche Nationalmannschaft auf dem Platz.

Nach dem steilen Aufstieg beim VfB warf Hinkel eine Verletzung zurück und er verpasste die Weltmeisterschaft 2006. Er wechselte nach Spanien zum FC Sevilla und gewann 2007 den Uefa-Cup. 2008 ging es weiter nach Schottland zu Celtic Glasgow. Auf der Insel holte Hinkel unter anderem die Meisterschaft und den Pokal. Sein Vertrag wurde 2011 nicht verlängert und er heuerte im Oktober im Breisgau an.




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