Der bekannte Tierfilmer Andreas Kieling wurde vor etwa zwei Wochen in Rumänien von einem Bären angegriffen. Die Schuld dafür sieht er bei sich. Was genau passiert ist.

Wieder zurück in Deutschland und mit eingegipsten Arm spricht Tierfilmer Andreas Kieling nun über die Attacke eines Braunbären in den rumänischen Karpaten. Auf Instagram erklärt er, was genau passiert ist, warum er die Schuld auf sich nimmt und wie er das Verhältnis von Mensch und Bär sieht.

 

„Auch mich traumatisiert so etwas“, sagte der 63-Jährige, der in Hümmel in der Eifel lebt, der „Süddeutschen Zeitung“ („SZ“, Donnerstag). „Ob ich also genau dort noch mal drehen werde? Ich weiß es nicht. Aber ich werde aus meinen Fehlern lernen.“

Der bekannte Tierfilmer („Kielings wilde Welt“) war nach eigenen Angaben vor gut zwei Wochen in der Wildnis der rumänischen Region Siebenbürgen von einem Braunbären angegriffen worden, als er dort seltene Vogelarten filmen wollte. Bei dem Angriff wurde unter anderem sein rechtes Handgelenk mehrfach gebrochen. Inzwischen sei er auf dem Weg der Besserung, sagte Kieling der „SZ“.

Den Fehler sieht Kieling nicht beim Tier

An seiner Arbeit werde der Angriff nichts Grundsätzliches ändern. „Jetzt war es kurz davor, dass ein Bär der Grund für meinen Tod gewesen wäre. Aber deshalb werde ich meine Arbeit nicht aufgeben“, sagte er in dem Interview. Ein gewisses Risiko sei Teil seines Berufs. „So wie ein Feuerwehrmann sich dem Feuer aussetzt, weil es sein Job ist, Menschen zu befreien.“ Dem Bären nehme er den Angriff nicht übel: „Das Tier ist seinen Instinkten gefolgt.“