Angebot der Stadt Leonberg startet bald Kurse zum richtigen Handeln im Katastrophenfall

Haben potenzielle Katastrophen im Blick: Ralf Kotte (links), Leiter des Referats für Bevölkerungsschutz, und Philip Württemberger vom DRK Leonberg. Foto: Stadt Leonberg

Vorräte, Notfall-Apps, Notgepäck – DRK und Referat für Bevölkerungsschutz informieren in wenigen Tagen kostenlos. Ziel ist, Bürgerinnen und Bürger für den Ernstfall vorzubereiten.

Leonberg: Marius Venturini (mv)

Großbrände, Hochwasser, Starkregen, Stromausfall, Krisen, Kriege. Vieles, was derzeit im In- und Ausland geschieht, verunsichert die Menschen weltweit. Was tun, wenn es zum Äußersten käme? Antworten will nun die Stadt Leonberg liefern. Sie bietet in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz Ortsverein Leonberg Kurse zur Vorbeugung und Reaktion in Notlagen an. Das Ziel ist es, „die Resilienz der Bürgerinnen und Bürger zu stärken, damit die Menschen im Ernstfall vorbereitet sind“, wie die Stadt schreibt.

 

Essenziell im Hinblick auf Klimawandel und neue Krisenherde

Das Referat für Feuerwehr und Bevölkerungsschutz der Stadt Leonberg und der DRK-Ortsverein wollen gemeinsam die Sinne in der Bevölkerung für Katastrophenschutz schärfen – essenziell vor allem im Hinblick auf den Klimawandel und neue Krisenherde wie Starkregenereignisse. „Ich bin sehr froh, dass wir den 90-minütigen Kurs ‚Vorbeugung und Reaktion in Notlagen‘ allen Leonbergerinnen und Leonbergern kostenfrei anbieten können“, sagt Referatsleiter Ralf Kotte. Das sei nur möglich mit Fördermitteln des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, aber auch mit eigenen Mitteln aus der Stadtkasse.

Philip Württemberger vom DRK Leonberg bestätigt das. Er wird die Kurse in den Räumen des DRK (Römerstraße 132) am Montag, 8. Juli, leiten. Er sagt: „Im Kurs lernen wir, was eine Katastrophe ist und was nicht. Wie man sich im Krisenfall richtig verhält und ganz wichtig: den Umgang mit Warnapps.“ Gerade elektronische Hilfsmittel seien immer wichtiger und sollten auf wirklich jedem Handy gespeichert sein, ist Württemberger überzeugt.

Wie legt man einen adäquaten Notvorrat an? Was ist mit Notgepäck?

Ein Schwerpunkt im Kurs liegt auch auf dem sogenannten Notvorrat – also auf den Dingen, die im Haus oder in der Wohnung sein sollten, wenn eine größere Schadenslage bereits eingetreten ist. Dazu gehören eine Hausapotheke, ein Grundvorrat an Lebensmitteln, Energiereserven und Hygieneartikel – aber noch einiges mehr. „Dass genug Wasser im Haus sein sollte, wissen viele bereits. Aber ist den Menschen auch bewusst, dass Notgepäck etwa mit Gummistiefeln und Dosenöffner bereitstehen sollte?“, fragt Württemberger.

Der kostenfreie Kurs „Vorbeugung und Reaktion in Notlagen“ ist nicht der einzige, den Württemberger und seine Kolleginnen und Kollegen anbieten. Sie gehen auch in Kitas und Schulen, um dort spielerisch Kindern und Jugendlichen die Themen näher zu bringen. Das Angebot werde gut angenommen, betont Württemberger. Das solle auch beim Kurs für Erwachsene künftig so sein.

Anmeldung und Termine Die Anmeldung zu den Kursen erfolgt über den Fachbereich Bevölkerungsschutz der Stadt Leonberg – per E-Mail an: bevoelkerungsschutz@leonberg.de oder telefonisch unter: 0 71 52/9 90 46 71. Drei Kurse finden am Montag, 8. Juli, statt: 15 bis 16.30 Uhr, 17 bis 18.30 Uhr und 19 bis 20.30 Uhr. Die Kurse sind kostenlos und werden direkt über die Stadt abgerechnet. Informationen zu den Inhalten sind auf der Webseite des DRK zu finden.

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