Sechseinhalb Wochen Sommerferien, das klingt traumhaft – aber nur für die Kinder, nicht für deren Eltern. Denn die meisten wollen ihren Nachwuchs gut betreut und versorgt wissen, und Langeweile soll natürlich auch nicht aufkommen. In Stuttgart gibt es viele Angebote, die jede Menge Spaß versprechen. Aber wer noch einen Platz für sein Kind ergattern möchte, muss sich jetzt kümmern.
Tipp 1: Die Waldheime bieten das Rundum-sorglos-Paket Alle Waldheime sind wieder am Start. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gilt laut Anja Stark von der Arbeitsgemeinschaft Stadtranderholung Stuttgart: „Wir freuen uns auf den Sommer und hoffen auf gutes Wetter.“ Mancherorts gibt es ein paar Neuerungen. So zum Beispiel im Otto-Riethmüller-Haus in Bad Cannstatt. Dort steht in der letzten Ferienwochen vom 2. bis 6. September die musikalisch-künstlerische Projektwoche „Spotlight“ auf dem Programm.
Bei den Waldheimen ist insbesondere in den ersten Ferienwochen schon einiges ausgebucht. Im evangelischen Lindentäle in Feuerbach gibt es bis Mitte August keine Plätze mehr, ebenso im evangelischen Lindental in Weilimdorf und in den evangelischen Waldheimen in Vaihingen und in Untertürkheim. Die hohe Nachfrage spricht für das Konzept. Mit den Waldheimen bekommen Eltern ein Rundum-sorglos-Paket für ihre Kinder – inklusive tollen Spielen und Ausflügen, Verpflegung und oft sogar einem Fahrdienst. Die Erfahrung zeigt, dass wer einmal im Waldheim gewesen ist, gerne wiederkommt. „Das ist das Waldheim-Virus“, sagt Anja Stark und lacht.
Tipp 2: Juleica-Ausbildung für Jugendliche Wer mit 15 Jahren zu alt fürs Waldheim ist, kann sich zum Betreuer ausbilden lassen und danach selbst eine Gruppe leiten. Für viele sei das „eine Art Generationenvertrag“, sagt Anja Stark. Viele Stuttgarter Waldheime bieten darum eine zweiwöchige Schulung an. Am Ende bekommen die Jugendlichen die Jugendleiterkarte, kurz Juleica. Sie bescheinigt, dass man sich im Thema Jugendarbeit auskennt und ist bundesweit gültig. Auch für die Waldheimküchen werden noch Ehrenamtliche gesucht.
Tipp 3: Die Kesselferien der Stuttgarter Jugendhaus-Gesellschaft Auch bei den Kesselferien, dem Sommerferienprogramm der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft (STJG), sind bereits einige Angebote ausgebucht. Besonders beliebt sind die Kinderspielstädte, allen voran der Stutengarten. Die 30 Hütten und das Zirkuszelt stehen in diesem Jahr vom 12. bis 30 August auf dem Vereinsgelände des VfR Cannstatt in Münster. Für die erste und die dritte Woche wird bereits eine Warteliste geführt, in der zweiten Woche gibt es noch freie Plätze.
Das Interesse an den Ferienangeboten zeige, dass die Pandemie überwunden sei, sagt Anja Schilling, die bei der STJG für die Kesselferien verantwortlich ist. „Im vergangenen Jahr waren manche Eltern noch zögerlich. Aber das ist nun vorbei. Das ist gut für uns, weil wir so Planungssicherheit bekommen“, sagt sie. Die STJG hat in diesem Jahr auch einige neue Angebote im Programm. So zum Beispiel die „Buchkinder“: Vom 29. Juli bis 2. August können Mädchen und Jungen im Alter von sieben bis zehn Jahren im Jugendhaus Heslach ihre eigene Geschichte schreiben und ein Buch dazu gestalten. Alle Angebote stehen im Internet unter www.kesselferien.de. Auch die Stuttgarter Jugendhaus-Gesellschaft freut sich über ehrenamtliche Unterstützung in den großen Ferien.
Tipp 4: Angebote der Sportvereine Kinder, die sich in den Sommerferien richtig auspowern wollen, sind bei den Angeboten der Stuttgarter Sportvereine richtig. Diese reichen von einzelnen Schnuppertagen bis hin zu mehrwöchigen Camps. Auf der Internetseite des Dachverbands Sportkreisjugend finden Eltern unter www.feriensport-stuttgart.de eine Übersicht mit allen Angeboten. Aktuell sind es mehr als 80. Im Vorteil sind Mädchen und Jungen, die Fußball oder auch Tischtennis mögen, denn diese Sportarten sind mit Abstand am häufigsten vertreten. Aber auch, wer mal etwas Anderes ausprobieren möchte, wie zum Beispiel Reiten, wird fündig. Allerdings: „Bei solchen Angeboten sind die Plätze meist sehr schnell weg“, sagt Michael Bulach, der Geschäftsleiter der Sportkreisjugend. „Viele Vereine würden auch gerne mehr anbieten, aber es fehlt an ehrenamtlichen Trainerinnen und Trainer.“ Insgesamt sei es eine beachtliche Leistung, dass die Vereine Jahr für Jahr so viele Kurse bereitstellen, sagt Burlach.
Weitere Informationen zu den Stuttgarter Waldheimen und eine Belegungsübersicht gibt es unter www.waldheime-stuttgart.de.