Angela Merkel im Bundestag So verteidigt die Bundeskanzlerin die Verlängerung des Lockdowns

Angela Merkel verteidigt am Donnerstag die Lockdown-Verlängerung. Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka
Angela Merkel verteidigt am Donnerstag die Lockdown-Verlängerung. Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka

Angela Merkel verteidigt am Donnerstag im Bundestag ihren Beschluss mit den Ministerpräsidenten, den Lockdown bis zum 7. März zu verlängern. Sie spricht dabei auch von einer Trendumkehr.

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Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die erneute Verlängerung des Lockdowns in der Corona-Krise verteidigt. Es gehe zwar um gravierende Einschränkungen, allerdings würden sie gemäß der Demokratie beschlossen, sagte Merkel am Donnerstag in ihrer Regierungserklärung im Bundestag. Die Politik sei verpflichtet, die Maßnahmen keinen Tag länger als nötig aufrechtzuerhalten und aufzuheben, wenn die Begründung dafür entfalle. 

Merkel zeigte sich insgesamt zufrieden mit der Entwicklung bei den Infektionszahlen. „Die Trendumkehr ist da“, sagte die Kanzlerin. „Die Todeszahlen scheinen zu sinken, wenigstens werden keine neuen Höchststände erreicht.“ Allerdings seien die Virusmutanten eine „reale Gefahr“. Sie seien aggressiver und leichter übertragbar als die bisherigen Formen. „Es kann auch in Zukunft weitere unerfreuliche Entwicklungen geben“, fügte die Kanzlerin hinzu.

Unklarheit wegen der Mutation

Auch wegen der Mutationen hätten sich Bund und Länder entschieden, Lockerungen der derzeitigen Maßnahmen nicht an einem bestimmen Datum vorzunehmen, sondern sich dabei an den Inzidenzzahlen zu orientieren. „Das Virus richtet sich nicht nach Daten.“ Allerdings könne jetzt noch nicht genau gesagt erden, bei welchen Inzidenzen welche Maßnahme greifen. Denn derzeit sei noch unklar, wie es dann etwa um die Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter steht.

Lesen Sie hier: Die Beschlüsse im Überblick

„Wir müssen ausdauernd sein, wir müssen geduldig sein“, sagte Merkel weiter. „Am Ende können wird es gemeinsam schaffen, diese Pandemie zu besiegen und unsere Land in bessere Zeiten zu führen.“

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch darauf verständigt, die derzeitigen Corona-Eindämmungsmaßnahmen bis zum 7. März fortzuschreiben. Ausnahmen gibt es lediglich für Frisöre, Schulen und Kitas.

Weitere Öffnungsschritte, etwa im Einzelhandel, sollen in den Ländern erst erfolgen, wenn dort der Wert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen erreicht ist.




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