Angelina Jolie verkauft Kunstwerk Churchill-Gemälde erzielt 9,5 Millionen Euro

Das  Ölgemälde von Sir Winston Churchill, das im Besitz von Angelina Jolie war, trägt den  „Tower of the Koutoubia Mosque“. Foto: dpa/Frank Augstein
Das Ölgemälde von Sir Winston Churchill, das im Besitz von Angelina Jolie war, trägt den „Tower of the Koutoubia Mosque“. Foto: dpa/Frank Augstein

Der frühere britische Premierminister Sir Winston Churchill war ein begeisterter Amateurmaler. Jetzt ist sein wichtigstes Werk in London zu einem Rekordpreis versteigert worden.

London - Der Hollywoodstar Angelina Jolie hat ein vom früheren britischen Premierminister Winston Churchill gemaltes Bild bei einer Auktion in London verkauft – und dabei alle Erwartungen übertroffen. Das Auktionshaus Christie’s, in dem das Gemälde namens „Tower of the Koutoubia Mosque“ („Turm der Koutoubia Moschee“) am Montagabend unter den Hammer kam, bezeichnete die 8,29 Millionen Pfund (umgerechnet rund 9,57 Millionen Euro) als Rekordpreis für ein Werk des Politikers. Zunächst hatte das Auktionshaus mit 1,5 bis 2,5 Millionen Pfund dafür gerechnet.

Ein Geschenk für US-Präsident Roosevelt

„The Tower of the Koutoubia Mosque“ gilt laut Christie’s als das wichtigste Gemälde von Churchill. Es ist das einzige Bild Churchills, das dieser während des Zweiten Weltkriegs malte – nämlich im Jahr 1943 nach der Casablanca-Konferenz in Marokko, bei der sich der britische Premier mit dem damaligen US-Präsidenten Franklin Roosevelt traf. Churchill soll das Bild später an Roosevelt verschenkt haben, dessen Familie das Werk danach lange besaß.

Künstlerische Güte ist umstritten

Über mehrere Zwischenstationen landete es 2011 in der Sammlung des damaligen Hollywood-Traumpaars Jolie und Brad Pitt. Nun ließ die Schauspielerin es versteigern, über den neuen Eigentümer wurden keine Angaben gemacht. Inklusive der obligatorischen Gebühren und Zuschläge musste er sogar knapp 8,3 Millionen Pfund auf den Tisch legen.

Churchill (1874-1965) regierte Großbritannien während des Zweiten Weltkriegs und war ein ambitionierter Amateurmaler. Die künstlerische Güte seiner Werke ist umstritten. Eines seiner Gemälde wurde von der Zeitung „The New York Times“ einmal als „wahrlich scheußlich“ beschrieben.




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