Von Dubai aus heben täglich Flugzeuge in Richtung Stuttgart ab. Derzeit brauchen die deutlich länger als sonst. Das ist der Grund.

Digital Desk: Michael Bosch (mbo)

Wer derzeit mit Eurowings von Dubai nach Stuttgart fliegt, muss sich auf eine längere Reise und einen Zwischenstopp einstellen. Laut Plan dauert der Flug sieben Stunden. Am vergangenen Samstag kamen Passagiere eines Airbus A320 Neo erst einen Tag später als vorgesehen in der Landeshauptstadt an. Das Flugzeug hatte einen Zwischenstopp im griechischen Thessaloniki eingelegt, wo es aufgetankt wurde. Darüber berichtete das Branchenportal Aero-Telegraph zuerst.

 

Eigentlich hätte die Maschine um 23 Uhr am „STR“ landen sollen. Wegen dem Stopp in Griechenland griff das Nachtflugverbot in Stuttgart, für die Landung dort war es zu spät. Stattdessen ging es nach Nürnberg, wo der Jet gegen 2.20 Uhr ankam. Erst am Sonntagmorgen hob er gegen 10 Uhr in Richtung Stuttgart ab. Laut dem Bericht waren weitere Flüge nach Düsseldorf, Köln/Bonn und Hannover betroffen, die ebenfalls in Griechenland zwischenlandeten – und teils mit Verspätung am Ziel ankamen.

Eurowings-Maschinen fliegen nicht über Iran und Irak

Der Grund: Die komplette Flotte der Lufthansa-Gruppe fliegt wegen der angespannten Lage im Iran weder über den dortigen Luftraum und auch nicht über den Irak. „Durch die Anpassung können sich längere Flugzeiten von und nach Dubai sowie kurzfristige Anpassungen der Routen ergeben“, so ein Eurowings-Sprecher. Stattdessen führt die Route nun über Saudi-Arabien, das Rote Meer und Ägypten. Die Strecke ist länger, und da die Flugzeuge in diese Richtung – im Gegensatz zum Hinweg – gegen den Jetstream fliegen, müssen die Maschinen aufgetankt werden.

Die Sicherheit des Personals und der Gäste habe oberste Priorität, so der Sprecher der Lufthansa-Tochter. „Unsere Security-Abteilung steht rund um die Uhr in enger Abstimmung mit der Konzernsicherheit und den Sicherheitsbehörden“, hieß es weiter. „Die Entwicklungen in der gesamten Region werden laufend und engmaschig bewertet.“ Für Flugreisende, die die Route nutzen, heißt das wohl bis auf Weiteres: Längere Zeit in der Luft und eine spätere Ankunft in Stuttgart.