Anklage wegen Attacke in Ludwigsburg Ben Becker: Prozess findet nicht statt

Von bin 

Der Schauspieler Ben Becker akzeptiert den Strafbefehl wegen vorsätzlicher Körperverletzung in Ludwigsburg nach einer Attacke im März. Damit ist keine Verhandlung mehr notwendig.

Ben Becker verzichtet auf eine Verhandlung – und akzeptiert einen Strafbefehl wegen Körperverletzung. Foto: dpa
Ben Becker verzichtet auf eine Verhandlung – und akzeptiert einen Strafbefehl wegen Körperverletzung. Foto: dpa

Ludwigsburg - Der Schauspieler Ben Becker hätte eigentlich am Mittwoch vor Gericht stehen sollen: Er hat am 15. März einen Pressefotografen während einer Aufführung des Stücks „Ich, Judas“ im Forum am Schlosspark mit dem Ellenbogen ins Gesicht geschlagen. Aber der geplante Prozess gegen den Schauspieler Ben Becker fällt aus. Das Ludwigsburger Amtsgericht hat daraufhin einen Strafbefehl über eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen erlassen, also ein schriftliches Urteil gefällt. Ben Becker hat dagegen zunächst Einspruch eingelegt – deswegen ist eine öffentliche Verhandlung angesetzt worden. Diese wäre um 15.30 Uhr mit großem Medienaufmarsch in Saal E des Ludwigsburger Amtsgerichts über die Bühne gegangen.

Ben Beckers Anwälte akzeptieren Strafbefehl

Am Montag teilt nun eine Sprecherin des Gerichts mit, dass die Anwälte des 52-Jährigen ein Einspruch zurück gezogen hätten. Damit gibt es keine Verhandlung und Becker ist wegen vorsätzlicher Körperverletzung verurteilt. Der Vorfall im März hat für großes Aufsehen in der Barockstadt gesorgt. Offenbar hat sich Becker von mehreren Fotografen gestört gefühlt, stürmte von der Bühne und versuchte, eine Kamera zu entreißen. In dem Gerangel schlug er den Fotografen, der leicht an der Lippe verletzt wurde. Dann soll er nach Zeugenberichten auf die Bühne gegangen sein und gesagt haben: „Es war nicht abgemacht, dass einer klickklickklick macht.“ Anschließend setzte er die Aufführung des Ein-Personen-Stückes fort. Gegenüber der Münchner „Abendzeitung“ erklärte er kurz darauf, den Mann nicht geschlagen, sondern nur weggedrängt zu haben.