Anmeldung für „Die Zukunft der Region“ Mehr Schwung fürs Gründerland

Beim Landeswettbewerb Elevator Pitch BW haben Start-ups nur drei Minuten Zeit für ihren Auftritt. Hier im diesjährigen Finale die Präsentation der Karlsruher Firma Otego, die thermoelektrische Generatoren entwickelt hat und   auf den dritten Platz   kam. Foto: Fotos:Elevator Pitch BW
Beim Landeswettbewerb Elevator Pitch BW haben Start-ups nur drei Minuten Zeit für ihren Auftritt. Hier im diesjährigen Finale die Präsentation der Karlsruher Firma Otego, die thermoelektrische Generatoren entwickelt hat und auf den dritten Platz kam. Foto: Fotos:Elevator Pitch BW

Die Stuttgarter Zeitung, Roland Berger und die L-Bank laden zu einer Debatte über die Chancen des Start-up-Standorts Baden-Württemberg ein. Das Thema wird für die wirtschaftliche Entwicklung immer wichtiger. Hier geht es zur Anmeldung.

Wirtschaft: Andreas Geldner (age)
WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Stuttgart - Gründerland Baden-Württemberg – Spitze oder Mittelmaß? Unter dieser Überschrift wird am 16. November eine Podiumsdiskussion stehen, welche die Stuttgarter Zeitung in Kooperation mit der Förderbank L-Bank und dem Beratungsunternehmen Roland Berger veranstaltet. In der Rotunde der L-Bank diskutieren die Podiumsteilnehmer, welche Rahmenbedingungen Gründer im Südwesten vorfinden, wie erfolgreich sie sind und was verbessert werden kann.

Die objektiven Daten ergeben ein gemischtes Bild. Die gute Wirtschaftslage der vergangenen Jahre im Land hat dazu geführt, dass weniger Menschen den Sprung in die Unternehmensgründung wagen. Baden-Württemberg liegt auch dank seiner niedrigen Arbeitslosenquote traditionell unter dem Bundesdurchschnitt.

Andererseits verzeichnete der vor wenigen Tagen veröffentlichte Deutsche Start-up-Monitor des Bundesverbands Deutsche Start-ups nicht nur eine wachsende Zahl von teilnehmenden Firmen aus dem Südwesten, sondern auch optimistisch stimmende Trends. So kommen baden-württembergische Firmen, die an diesem Punkt im Bundesvergleich lange Zeit zurücklagen, inzwischen leichter an privates Kapital – insbesondere aus dem Ausland .

Gründer ist nicht gleich Gründer

Diese einander auf den ersten Blick widersprechenden Ergebnisse zeigen, wie viele Facetten das Thema Gründen hat. In die Gründungsstatistik insgesamt fließen neue Firmen aus allen Branchen ein, ob nun aus dem Dienstleistungsbereich oder der Technologie. Unter dem Begriff Start-ups versammeln sich hingegen Firmen mit hohem technologischen Potenzial und großer Wachstumsperspektive. Baden-Württemberg ist traditionell bei Unternehmensgründungen stark ist, die Firmenkunden im Blick haben. Solche Unternehmen bleiben aber für die breite Öffentlichkeit oft unter dem Radarschirm.

Auf dem Podium sind Teilnehmer mit unterschiedlichsten Perspektiven vertreten. Neben dem Moderator Joachim Dorfs, dem Chefredakteur der Stuttgarter Zeitung diskutieren Ingmar Hoerr, Gründer des Tübinger Biotechnologieunternehmens Curevac, Frank Mastiaux, der Chef des Energiekonzerns EnBW, Axel Nawrath, Vorstandschef der L-Bank, Thilo Sautter von der Beteiligungsgesellschaft Cinven sowie Philipp Leutiger von der Beratungsfirma Roland Berger.

Ingmar Hoerr steht für ein inzwischen mit mehr als einer Milliarde Euro bewertetes Unternehmen, das durch den Einstieg des Microsoft-Gründers Bill Gates im vergangenen Jahr Schlagzeilen machte. Sein Unternehmen will durch ein innovatives, auf dem Erbinformationsträger RNA basierendes Verfahren die Medikamentenproduktion revolutionieren. EnBW-Chef Frank Mastiaux treibt in seinem Konzern, der sich im Gefolge der Energiewende nach neuen Geschäftsmodellen umsehen muss, intensiv die Themen Innovation und Start-ups voran. Axel Nawrath vertritt eine wichtige Förderinstitution des Landes, welche die Gründerwelt in ihrer ganzen Breite im Blick hat – von der Ladengründung bis zum High-Tech-Unternehmen. Thilo Sautter steht für die Perspektive auch international engagierter privater Risikokapitalgeber und Philipp Leutiger ist ein Experte aus dem Beratungsgeschäft mit dem Schwerpunkt Start-ups und digitale Themen.

Drei Start-ups stimmen in die Veranstaltung ein

Zur Einstimmung haben vor der Diskussion drei weitere Gründer die Gelegenheit haben, ihre Firmen und ihre Gründererfahrungen in der Form eines so genannten auf stramme drei Minuten begrenzte, typischen „Start-up-Pitches“ vor dem Publikum zu präsentieren: Jens Caspar vom Stuttgarter Unternehmen „Herr Kächele – Schwäbisches für Schleckige“ zeigt, wie man mit inzwischen 35 Mitarbeitern schwäbische Maultaschen in die ganze Republik bringt. Christopher Essert, der Gründer der gleichnamigen Firma aus Ubstadt-Weiher, hat mit innovativen Konzepten aus den Bereichen Datenbrille und Robotik zurzeit enormen Erfolg – und kann erzählen, wie er beim rasanten Wachstum auf bürokratische Hürden gestoßen ist. Und Teresa Beck, Mitgründerin der Karlsruher Firma Go Silico steht für ein Start-up das IT und Biotechnologie miteinander verbindet und mit diesem Thema den diesjährigen Landespreis „Elevator Pitch BW“ gewonnen hat.

Wie melde ich mich zur Veranstaltung an?

Die Podiumsdiskussion „Gründerland Baden-Württemberg – Spitze oder Mittelmaß?“ findet am Mittwoch 16. November in der Rotunde der L-Bank statt (Börsenplatz 1, 70174 Stuttgart). Beginn ist 19 Uhr. Interessierte können sich bis Mittwoch 26. Oktober, 24 Uhr hier in der Anmeldemaske registrieren. Unter den Anmeldungen werden 200 Karten ausgelost. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.

Unsere Empfehlung für Sie