AnnenMayKantereit melden sich zurück Überraschungsalbum zum Corona-Schock

Die Band AnnenMayKantereit im Corona-Jahr 2020: Henning May, Christoph Annen und Severin Kantereit  (von links) Foto: artin Lamberty
Die Band AnnenMayKantereit im Corona-Jahr 2020: Henning May, Christoph Annen und Severin Kantereit (von links) Foto: artin Lamberty

Die Band AnnenMayKantereit veröffentlicht an diesem Dienstag überraschend ein neues Album. Es heißt „12“. Ob wohl ein neues „Pocahontas“ dabei ist?

Kultur: Gunther Reinhardt (gun)

Stuttgart - „Ich glaub’ Corona ist berühmter als der Mauerfall und Jesus zusammen / Dabei hat es gerade erst angefangen“, singt Henning May und sehnt sich am Klavier sitzend in volle Kneipen zurück. „Gegenwartsbewältigung“ heißt der Song, der sich auf dem neuen Album der Band AnnenMayKantereit befindet, die an diesem Dienstag ganz ohne Vorwarnung ihr drittes Album veröffentlicht. Es heißt „12“ und beinhaltet Songs, die „So wie es war“, „Gegenwart“, „Zukunft“, „Vergangenheit“ oder „So laut so leer“ heißen und die sich immer wieder mit dem Hier und Jetzt und Corona auseinandersetzen.

Ein Album, das unter Schock entstanden ist

Die Band selbst schreibt über die Platte: „Es ist ein Album aus dem Lockdown. Ein Album, das unter Schock entstanden ist. Für uns hat es immer drei Teile gehabt – den düsteren Beginn, das Aufatmen danach und die süß-bittere Wahrheit zum Schluss. Wir wünschen uns, dass dieses Album am Stück gehört wird. Die Reihenfolge der Lieder hat für uns Bedeutung, und wer so großzügig ist sich das Album auch in dieser Reihenfolge anzuhören hat einen gepolsterten Sitzplatz in der Mehrzweckhalle unserer Herzen.“

Es sollte ein großes Jahr für AnnenMayKantereit werden

2020 wollte die Kölner Band, die aus Christopher Annen (Gitarre), Henning May (Gesang, Klavier, Gitarre) und Severin Kantereit (Schlagzeug) besteht, eigentlich auf die größte Tour ihrer Karriere gehen. Doch die Corona-Pandemie verhinderte das. Den Lockdown hat die Band dann genutzt, um das Album aufzunehmen. Henning May schreibt über den Arbeitsprozess: „Christopher war im Proberaum, Severin im spontan aufgebauten Homestudio und ich hatte die Gelegenheit, an einem desinfizierten Klavier zu arbeiten. Inklusive Markus Ganter (unserem Produzenten) hinter einer Glasscheibe. Wir haben uns eigentlich jeden Tag zu Ideen ausgetauscht, neue Elemente diskutiert, Anhänge weitergeleitet und darüber gesprochen, wo das unfertige Lied ‚hinwill‘.“

Wie das Ergebnis klingt, kann seit Dienstag, 17. November, jeder hören. „12“ ist dann auf allen digitalen Plattformen verfügbar. Auf CD und Vinyl wird das Album am 27. November veröffentlicht.




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