Anreiz für Bauherren in Stuttgart Stadt startet Förderprogramm für Wohnraum

Von Konstantin Schwarz 

In Stuttgart fehlen Wohnungen, vor allem kleine und günstige sind absolute Mangelware. Mit einem neuen Programm sollen Hausbesitzer Reserven heben.

In Stuttgart fehlt bezahlbarer Wohnraum. Die Stadt will mit einem Förderprogramm versuchen, Raumreserven zu erschließen. Foto: dpa
In Stuttgart fehlt bezahlbarer Wohnraum. Die Stadt will mit einem Förderprogramm versuchen, Raumreserven zu erschließen. Foto: dpa

Stuttgart - In der Landeshauptstadt fehlt bezahlbarer Wohnraum. Mit einem neuen, zunächst mit 2,4 Millionen Euro dotierten Förderprogramm will die Stadt Privatpersonen von der Umnutzung leerstehender Räume, zum Beispiel früherer Einkaufsflächen, Lokale, Dach- oder Gartengeschosse überzeugen. Wer hier neuen Wohnraum schafft, kann bis zu 20 Prozent der Investitionssumme als Baukostenzuschuss erhalten. Wer nicht selbst umbauen und Eigenkapital einsetzen will, kann die stadteigene Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) beauftragen. Sie geht in Vorleistung, die Investitionskosten werden dann zum Teil über die Mieteinnahmen amortisiert. Die Wohnungen dürfen nicht größer als 105 Quadratmeter sein und keine Luxusquartiere werden. Den Bau besonders kleiner Wohnungen für nur ein oder zwei Personen mit 30 bis 45 Quadratmeter will die Stadt mit zusätzlich pauschal 2500 Euro pro Einheit unterstützen. In jedem Fall muss die so entstandene Wohnung zehn Jahre lang zum Mittelwert des Mietspiegels an Mieter gegeben werden. Sie müssen zur Gruppe der mittleren Einkommensbezieher gehören. Eine vierköpfige Familie zählt bis 74 000 Euro Bruttoeinkommen jährlich zu dieser Kategorie. Das neue Programm, von dem sich die Verwaltung pro Jahr an die 40 neue Wohneinheiten verspricht, wird von allen Fraktionen begrüßt. Lediglich Hannes Rockenbauch für SÖS/Linke-plus fordert eine Absenkung des Mietniveaus unter den Mietspiegelwert. Dann, so Finanzbürgermeister Michael Föll (CDU) drohe das Programm unattraktiv zu werden. Der Gemeinderat soll das Förderprogramm am 21. Februar beschließen.

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