Antrag in Bad Cannstatt Grüne Welle für Stadtbahnen gefordert

Von ani 

Die Grünen im Gemeinderat fordern eine „grüne Welle“ für Stadtbahnen. Die Reduzierung der Verkehrsbelastung in Bad Cannstatt entlang der Straßen Nürnberger/Waiblinger Straße und Schmidener Straße durch eine Pförtnerampel auf der Höhe Beskidenstraße und Kleiner Ostring sei dringend geboten.

Die Grünen fordern die  grüne Welle nicht für Autos, sondern für Stadtbahnen. Foto: Achim Zweygarth
Die Grünen fordern die grüne Welle nicht für Autos, sondern für Stadtbahnen. Foto: Achim Zweygarth

Bad Cannstatt - Die Grünen im Gemeinderat fordern eine „grüne Welle“ für Stadtbahnen. „Die Reduzierung der Verkehrsbelastung in Bad Cannstatt entlang der Straßenzüge Nürnberger/Waiblinger Straße und Schmidener Straße durch eine Zuflussdosierung (Pförtnerampel) auf der Höhe Beskidenstraße und Kleiner Ostring ist aufgrund der Überschreitung der Lärm- und Stickoxidgrenzwerte dringend geboten“, begründen sie ihren Antrag. Diese Pförtnerampeln wurden auch in Gemeinderatsanträgen der CDU und SÖS/Linke-plus gefordert. Die Zuflussdosierung an der Nürnberger Straße (Beskidenstraße) kann aus Sicht der Kommunalpolitiker kurzfristig realisiert werden, da bereits mit der Modernisierung der Ampeln im Zuge des Rückbaus der Nürnberger Straße die Eingriffsmöglichkeiten für die Integrierte Verkehrsleitzentrale (IVLZ) geschaffen wurden.

Vorrang für die Stadtbahn

Weiter heißt es in dem Antrag: „Aus der Antwort der Stadtverwaltung zum Antrag 115/2016 geht hervor, dass derzeit Verbesserungen für die Bevorrechtigungen der Stadtbahnen und Busse am Wilhelmsplatz Bad Cannstatt in Arbeit sind. Die bisherige Signalisierung der Stadtbahn ist dadurch gekennzeichnet, dass in der Regel erst der Kfz-Verkehr und dann die Stadtbahnen fahren dürfen. Es widerspricht dem Ziel der Stadt, den Öffentlichen Personenverkehr zu fördern, wenn voll besetzte Stadtbahnen mit 200 bis 250 Fahrgästen erst 20 bis 40 Autos den Vorrang einräumen müssen.“ Gerade die Zuflussdosierung in der Nürnberger Straße erlaube eine „grüne Welle“ für die Stadtbahnen, da dann bei den Verkehrsabläufen am Wilhelmsplatz von einer reduzierten Kraftfahrzeugmenge in der morgendlichen Hauptverkehrszeit ausgegangen werden könne. Bei der Schmidener Straße sehen die Grünen ebenfalls Handlungsbedarf. Allerdings seien dort im Gegensatz zur Nürnberger Straße noch Untersuchungen, Planungen und bauliche Maßnahmen oder eine neue Führung der Buslinie 58 notwendig.

Verkürzung der Grünphasen für Autos

Daher beantragen die Grünen, die Pförtnerampel an der Beskidenstraße solle schnellstmöglich in Betrieb genommen werden und durch die IVLZ gesteuert werden. Durch Verkürzung der Grünphasen solle die Verkehrsmenge am Wilhelmsplatz angepasst, der Verkehr in der König-Karl-, Waiblinger und Nürnberger Straße verflüssigt und die Zahl der Grenzwertüberschreitungen beim Stickoxid verringert werden. Bei der Optimierung der Signalgebung am Wilhelmsplatz ist nach Ansicht der Grünen dem hohen Fahrgastaufkommen in den Stadtbahnen Rechnung zu tragen und eine „grüne Welle“, also eine absolute Bevorrechtigung, der Stadtbahn gegenüber dem Kraftfahrzeug-Verkehr zu realisieren. Die Zuflussdosierung an der Nürnberger Straße solle darauf abgestimmt werden. Für die Schmidener Straße fordern die Grünen ein überarbeitetes Konzept zur Zuflussdosierung bis Mitte des Jahres 2017, damit etwaige Maßnahmen im folgenden Doppelhaushalt berücksichtigt werden können.

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