Im Rahmen der befit-Gesundheitswoche der Robert Bosch GmbH in Stuttgart-Feuerbach informierten die Leiterin des Aortenzentrums, Privatdozentin Doktor Nora Göbel und Assistenzarzt Reda Sayagh die Mitarbeitenden rund um die Hauptschlagader.
Während der befit-Gesundheitswoche der Robert Bosch GmbH, die das Ziel hat, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden bei Bosch zu fördern, hatten die Bosch-Mitarbeitenden in Feuerbach direkt vor Ort Gelegenheit, an einem Aorten-Screening teilzunehmen. Die Aorta, auch Hauptschlagader genannt, ist die größte Schlagader des menschlichen Körpers. Vom Herzen abgehend versorgt sie den Körper mit sauerstoffreichem Blut. Da krankhafte Veränderungen der Aorta, wie Aortenaneurysmen, oft symptomfrei und daher unentdeckt bleiben, ist Früherkennung so wichtig. Denn: Akute Erkrankungen der Aorta verlaufen häufig tödlich.
Hauptschlagader: Schnelle und schmerzfreie Früherkennung von Erkrankungen
Mittels Ultraschalls ist das Screening der Hauptschlagader eine schnelle, schmerz- und risikofreie Untersuchungsmethode, die ein direktes Ergebnis liefert. Bei den Bosch-Mitarbeitenden fand es Anklang: Es ließen sich doppelt so viele Mitarbeitende screenen wie ursprünglich angemeldet waren. Ein deutliches Zeichen dafür, dass niedrigschwellige Präventionsangebote direkt am Arbeitsplatz auf großes Interesse stoßen.
„Die große Nachfrage hat uns sehr gefreut“, sagt die Leiterin des Aortenzentrum, Privatdozentin Doktor Nora Göbel. „Es ist uns ein Anliegen, Menschen frühzeitig für die Gesundheit ihrer Aorta zu sensibilisieren. Denn: Früherkennung ist ein echter Gewinn für ihre Gesundheit. Umso schöner ist es, dass wir auch im nächsten Jahr wieder Teil von befit sein werden.“
Noch gilt die Aorta als neues Organ
In ihrem Vortrag stellte Göbel die Bedeutung der Hauptschlagader als Organ und die Früherkennung von Aortenerkrankungen heraus. Das Aortenzentrum am RBK steht für die moderne interdisziplinäre Versorgung akuter und chronischer Erkrankungen der Aorta – von Diagnostik und Beratung bis zu Therapie und Nachsorge. Damit deckt das Aortenzentrum am RBK das gesamte Behandlungsspektrum ab, insbesondere im Hinblick auf minimal-invasive Operationstechniken, die endovaskuläre/hybride Versorgung des Aortenbogens und die Hybrid-Therapie auch thorakoabdomineller Aorten-Erkrankungen. Diese Verfahren stellen eine für den Patienten schonende Alternative zur offenen Herzoperation dar. Ein einzigartiges Behandlungsangebot in Baden-Württemberg.
Studie: Screening-Programm
Das Screening-Programm des Aortenzentrums am RBK ist Teil einer medizinischen Studie für alle Erwachsenen. Die Studie ist fortlaufend und langfristig angelegt. Bislang ist die Epidemiologie der Erkrankungen der Brustkorb-Aorta in der Bevölkerung wenig erforscht, weil die chronischen Verläufe lange symptomlos und damit unentdeckt bleiben. Das führt dazu, dass akute Erkrankungen häufig tödlich verlaufen. Zu vermuten ist eine hohe Dunkelziffer. Denn: In Deutschland haben aktuell gesetzlich versicherte Männer ab 65 Jahren Anspruch auf ein Ultraschall-Screening zur Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen. Für Aortenaneurysmen im Brustkorb existiert bisher kein Screening-Programm – ebenso nicht für alle Menschen unter 65 Jahren.
Nach dem erfolgreichen Auftritt in diesem Jahr soll das Aortenzentrum des Robert Bosch Krankenhaus auch im nächsten Jahr wieder Teil von befit sein.
Weitere Informationen zum Aortenzentrum erhalten Interessierte auf der Webseite des Robert Bosch Krankenhaus.




