InterviewApfelkernturm Stuttgart „Wir brauchen jetzt eine Entscheidung“

Christof Bolay ist derzeit der Vorsitzende des Kommunalen Arbeitskreises Filder. Foto: /Ines Rudel
Christof Bolay ist derzeit der Vorsitzende des Kommunalen Arbeitskreises Filder. Foto: /Ines Rudel

Der Apfelkernturm in Heumaden steht im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler. Wird er je gebaut? Christof Bolay, Vorsitzender vom KAF, will es den Stuttgartern leichter machen.

Filderzeitung: Judith A. Sägesser (ana)
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Heumaden/Stuttgart - Der Apfelkernturm in Heumaden steht im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler. Ist der geplante Turm Steuergeldverschwendung? Bei den Haushaltsberatungen steht das Projekt auf der Wunschliste der Stadt. Die Idee hatte seinerzeit aber der Kommunale Arbeitskreis Filder (KAF). Der derzeitige Vorsitzende und Oberbürgermeister von Ostfildern, Christof Bolay, im Interview.

Herr Bolay, Sie haben sich vergangene Woche mit dem Stuttgarter OB Frank Nopper getroffen. Es ging auch um den Apfelkernturm in Heumaden. Worum genau?

Es war ein Gespräch über viele verschiedene Themen, wo wir uns als OB-Kollegen und als städtische Nachbarn ausgetauscht haben. Beim Apfelkernturm haben wir erst mal über die Idee an sich gesprochen und dann auch über das weitere Verfahren.

Lesen Sie aus unserem Angebot: Ist der Apfelkernturm zu teuer?

War der Eintrag im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler auch Thema?

Wir haben uns darüber nicht ausdrücklich ausgetauscht, nein.

Das heißt, es ist einfach gut – oder auch weniger gut – zu wissen, aber es hat jetzt auch keine Auswirkungen?

Ich kann nur meine Perspektive wiedergeben als derzeitiger Vorsitzender vom Kommunalen Arbeitskreis Filder. Ich habe die Berichte zur Kenntnis genommen, der Kollege genauso. Und die Stuttgarter stehen jetzt vor der Fragestellung, ob sie mit diesem Apfelkernturm weitermachen oder nicht.

Der KAF war der Ideengeber, oder?

Genau, das war eingebettet in verschiedene andere Fragestellungen und Ideen. Das war eben das, was für die Stuttgarter Markung vorgesehen war, und insofern gab es den Impuls durch den KAF. Und jetzt brauchen wir aber eine Entscheidung aus Stuttgart.

Anfangs sah es so aus, als wäre der Apfelkernturm ein Geschenk vom KAF und von der Region an Stuttgart. Jetzt muss Stuttgart den größten Teil selbst zahlen. Wie kam es zu dieser Kostenexplosion?

Das Problem ist bei solchen Projekten, dass man am Anfang mit Kostenschätzungen operiert, und je ausgeklügelter und je ausgefeilter die Planung wird, werden auch die Zahlen konkreter. Gerade bei dem Projekt: Was da am Anfang stand und was jetzt da steht, das hat sich ja auch entwickelt. Von den Baukosten mal ganz zu schweigen.

Glauben Sie, dass der Apfelkernturm je gebaut wird?

Ich finde die Idee sehr charmant und würde mich darüber sehr freuen. Wir werden jetzt versuchen, ob es ein, zwei Sponsoringpartner geben könnte, um es den Stuttgartern etwas leichter zu machen. Da ich da aber noch keine Erfolge vermelden kann, möchte ich noch keine Namen nennen.




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