Appassionata in Stuttgart Dramatische Momente in der Schleyerhalle

Von Anna Belting 

Eine waghalsige Rettungsmission mit einem Luftschiff und atemberaubende Pferdedressuren verbindet die Zirkusshow „Apassionata – der magische Traum“. Am 27. Dezember macht das Spektakel in der Schleyerhalle halt.

Prachtvolle Pferde.    Foto: Apassionata
Prachtvolle Pferde. Foto: Apassionata

Insgesamt werden sich an diesem Abend 65 Pferde mit ihren international renommierten Dresseuren in der Manege tummeln. Die Handlung der Show ist im Paris der Weltausstellung des Jahres 1900 angesiedelt.

Dem Gymnasialdirektor Claude fällt eine Zeitkapsel in die Hände, die eine höchst beunruhigende Botschaft seines gleichnamigen Urgroßvaters enthält: Er beschreibt eine Zeit, in der Maschinen die Herrschaft über die Welt übernehmen, die Liebe vergeht und zu allem Überfluss auch noch Eis die Erde überzieht. Das Laub entfärbt sich unter Dächern riesiger Maschinenpaläste und die Meere erscheinen in einem bedrohlichen Rostrot. Alarmiert macht sich Claude in seinem Luftschiff Sphäros auf den Weg. Kann er die apokalyptischen Szenen abwenden?

Wie Luftschiffe und futuristische Maschinen schon erahnen lassen, hat sich der Apassionata-Kreativdirektor Holger Ehlers für die Show von den utopischen Romanen Jules Vernes inspirieren lassen. Vom mehrfach auszeichneten Ehlers stammt auch die emotionsgeladene Musik. Choreo­grafieren wird die Szenen Sándor Rómans Experidance-Ensemble.

Intensive Beziehung zwischen Mensch und Tier

Auf seiner Reise erlebt Claude wilde Abenteuer und findet nicht zuletzt die Liebe. Eine intensive Beziehung wächst in der Manege aber auch zwischen Mensch und Tier. 16 prächtige Pferderassen sind an diesem Abend zu bewundern.

An Zirkuskünstlern geben sich Publikumslieblinge wie Alejandro Barrionuevo aus Spanien und die „Moments in Black“ aus Österreich mit vier erstaunlichen Friesen die Ehre. Sie haben Weltrekorde in der Friesenquadrille aufgestellt. Eine Freiheitsdressur mit spitzbübischen Welsh-Ponys und einer altehrwürdigen Stute präsentiert Kerstin Brein aus Österreich, und Miguel la Riata aus Tschechien und seine wagemutige Assistentin Kim versetzen das Publikum mit zischenden Lassos in den Wilden Westen. Die Lachmuskeln stellt der Trickreiter und Comedian Viktor Kirka aus Moldawien auf seinem Kaltblüter Hermann auf die Probe.

Ob gemessen-elegant oder akrobatisch-rasant – vor dem Hintergrund eines stimmungsvollen Bühnenbilds und der Beleuchtung durch Effekt- und Movinglights kann das Publikum die ganze Bandbreite an bravourösen Pferdedressuren erleben. Die Stimmung verstärkt das Oscarprämierte Studio Pixomondo (bekannt aus „Game of Thrones“) mit Animationen. Glanzvolle Lasereffekte und Feuerwerk komplettieren das Spektakel.

„Apassionata – der magische Traum“: 27. Dezember, 18.30 Uhr, Schleyerhalle, Tickets unter 07 11 / 550 660 77