TSG-Gelände in Leonberg April, April! Keine Bewerbung für die Landesgartenschau

Von Arnold Einholz 

Auf dem TSG-Gelände soll ein neues Wohnviertel entstehen. Dafür werden Investoren gesucht.

Doch keine Blütenpracht in Leonberg zur Landesgartenschau. Foto: dpa
Doch keine Blütenpracht in Leonberg zur Landesgartenschau. Foto: dpa

Leonberg - April, April! Leonberg wird sich nicht für die Landesgartenschau 2026 bewerben. Niemand in der Stadtverwaltung oder im Gemeinderat ist in jüngster Zeit auf die Idee gekommen, dass sich die Stadt an der Bewerbung für eine Landesgartenschau beteiligen sollte.

Eine Kommune mit einem solchen Schuldenberg kann sich nicht sehenden Auges auch noch das finanzielle Risiko einer Blumenschau mit ungewissem Ausgang aufbürden. Dreimal hat sich Leonberg bisher beworben, dreimal ist die Stadt gescheitert. Das sollte wohl reichen.

Das heißt aber nicht, dass sich in nächster Zukunft nichts auf dem TSG-Gelände tun wird. Beabsichtigt wird, das Areal in ein Wohngebiet umzuwandeln. In Frage kommen für eine Bebauung die TSG-Sportflächen, zwei städtische und vier private Grundstücke sowie Teile der Jahnstraße.

Investor braucht klar definierte Eckpunkte

Noch in diesem Jahr will die Stadt das Vereinsgrundstück und die privaten Flächen in ihren Besitz bekommen. Der fusionierte Verein bekommt so finanzielle Sicherheit für zukünftige Projekte wie das neue Vereinsheim mit Sportinfrastruktur im Bereich Ried.

Zügiges Handeln, da waren sich sowohl der Planungsausschuss als auch der Verwaltungsausschuss des Stadtrates einig, ist wichtig. Damit soll ein Investor gefunden werden, der das Gebiet vermarktet und nach den Vorstellungen von Verwaltung und Gemeinderat entwickelt. Dafür braucht der Investor klar definierte Eckpunkte.

Die Investoren sollen in einer öffentlichen und überregionalen, EU-weiten Bekanntmachung auf das Verfahren aufmerksam gemacht werden. Dann müssen sie sich mit ihren Planern in einem ersten Schritt bewerben. Vorgesehen ist dann, aus den Bewerbungen maximal 15 Investoren auszuwählen, die klare Kriterien zu erfüllen haben. Investor und Planer müssen drei aktuell realisierte Referenzvorhaben vorlegen, die nicht älter als sieben Jahre sind und den Zielen und der Größe des TSG-Areals entsprechen. Das letzte Wort zu den Eckpunkten und Vorgaben für das Auswahlverfahren der Investoren hat am Dienstag, 4. April, der Gemeinderat.