Arbeitsgruppe Barrierefrei in Stuttgart-Vaihingen Eine mobile Rampe für den Alten Friedhof

Ivo Josipovic testet die mobile Rampe am Alten Friedhof. Die Besucher des Friedhofs finden die Rampe, die Gabriele Leitz (rechts) mitgebracht hatte,  eine sinnvolle Idee. Foto: Sandra Hintermayr
Ivo Josipovic testet die mobile Rampe am Alten Friedhof. Die Besucher des Friedhofs finden die Rampe, die Gabriele Leitz (rechts) mitgebracht hatte, eine sinnvolle Idee. Foto: Sandra Hintermayr

Die Arbeitsgruppe Barrierefrei möchte den Haupteingang mit einer tragbaren Rampe ausstatten. Bislang fehlt allerdings noch die Genehmigung der Stadt.

Filderzeitung: Sandra Hintermayr (shi)
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Vaihingen - Mit nur wenigen Handgriffen ist die mobile Rampe an der Treppenstufe aufgestellt. Nicht einmal zehn Kilogramm wiegt die etwa 1,20 Meter lange und etwa 70 Zentimeter breite Aluminiumrampe. Mit ihr lässt sich problemlos eine Stufenhöhe von bis zu 25 Zentimetern überwinden. Am Totensonntag haben Gabriele Leitz und Ivo Josipovic von der Arbeitsgruppe Barrierefrei die mobile Rampe am Haupteingang des Alten Friedhofs aufgestellt und getestet.

„Weil das Gebäude denkmalgeschützt ist und deswegen die Einrichtung einer festen Rampe nicht möglich ist, möchten wir gerne eine mobile Rampe, die die Friedhofsmitarbeiter morgens auf- und abends wieder abbauen können“, erläuterte Leitz. Sie hatte die Rampe über die Internetseite von „Wheelramp“ gewonnen und wollte mit der Aktion am Sonntag die Aufmerksamkeit der Bürger auf den nicht-barrierefreien Zugang zum Alten Friedhof lenken.

Der bisherige barrierefreie Zugang führt bei den Gärtnern vorbei

Bei den Menschen, die am Sonntag den Gottesdienst auf dem Friedhof besuchten, kam die Idee mit der Rampe gut an. Ein älterer Herr fuhr mit seinem Rollator gleich mehrmals freudig rauf und runter. „Das ist eine gute Sache. Früher hatte unsereins keine Probleme mit den Stufen, aber jetzt im Alter sieht das anders aus“, ergänzte eine Seniorin, die zwar keinen Rollator dabei hatte, die Rampe aber dennoch sinnvoll fand.

Es gibt auch heute schon einen barrierefreien Zugang zum Alten Friedhof. Der Weg dahin ist am Haupteingang ausgeschildert. Er führt an dem Gebäude entlang und dann an den Utensilien der Friedhofsgärtner vorbei. Diesen „Hintereingang“ bemängelt die Arbeitsgruppe schon seit Längerem. „Es ist einfach nicht schön, an den Gerätschaften und den weggeworfenen Blumen vorbei gehen zu müssen, wenn man beispielsweise zu einer Beerdigung auf den Friedhof möchte“, sagte Leitz.

Die Stadt muss die Rampe noch genehmigen

Die stellvertretende Grünen-Bezirksbeirätin habe bereits mit dem Friedhofsamt gesprochen und sei auf Zustimmung für eine mobile Rampe gestoßen. Für die dauerhafte Bereitstellung einer mobilen Rampe am Alten Friedhof fehlt allerdings noch eine Genehmigung seitens der Stadt.

Sollte diese vorliegen, möchte die Arbeitsgruppe allerdings eine breitere Rampe aufstellen, eventuell sogar eine mit einem Geländer. „Diese hier ist schon recht schmal. Für mich passt das gerade so, aber für breitere Rollstühle ist das nichts. Elektrorollstühle könnten diese Rampe beispielsweise nicht nutzen“, sagte Josipovic.




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