Arbeitslosenzahlen Kreis Ludwigsburg steht im Vergleich gut da

Von Michael Bosch 

Die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung ist im Kreis Ludwigsburg weniger stark gestiegen als im Vormonat. Der Chef der Arbeitsagentur sieht durchaus Perspektiven – auch für junge Menschen.

Die Arbeitslosenquote lag  im Juni im Kreis Ludwigsburg bei 3,8 Prozent. Foto: picture alliance/dpa/Jan Woitas
Die Arbeitslosenquote lag im Juni im Kreis Ludwigsburg bei 3,8 Prozent. Foto: picture alliance/dpa/Jan Woitas

Kreis Ludwigsburg - Im Vergleich mit anderen Kreisen in der Region steht Ludwigsburg bei den Arbeitslosenzahlen gut da. Die Auswirkungen der Corona-Krise sind aber weiterhin spürbar. Insgesamt waren im Juni 11 880 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind laut Arbeitsagentur 2,7 Prozent mehr als im Vormonat und 39,7 Prozent mehr als im Mai 2019. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte und lag im Juni bei 3,8 Prozent (Juni 2019: 2,7 Prozent). Damit weist der Landkreis im Vergleich mit den Agenturbezirken Göppingen und Waiblingen mit einer Quote von je 4,6 Prozent sowie der Landeshauptstadt (5,0 Prozent) die geringste Arbeitslosigkeit in der Region Stuttgart auf. Auch die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg ist deutlich höher (4,4 Prozent).

Um die wirtschaftlichen Folgen abzumildern, machen die Unternehmen im Kreis weiterhin von der Kurzarbeit Gebrauch. Im Juni kamen 169 Firmen dazu. „Nach wie vor ist Kurzarbeit für viele Betriebe das Mittel der Wahl, Kündigungen zu vermeiden und ihre eingearbeiteten Arbeits- und Fachkräfte zu halten“, so Martin Scheel, Leiter der Arbeitsagentur.

Gute Perspektiven für junge Menschen

Der Bedarf nach qualifizierten Mitarbeitern ist trotz der Krise groß: Vergangenen Monat waren 2505 Stellen unbesetzt. „Der Fachkräftebedarf der Unternehmen ist auch in Corona-Zeiten hoch, und erst recht wieder danach. Betriebe, die sich in Kurzarbeit befinden, sollten darüber nachdenken, ihre Mitarbeiter auf die künftigen Herausforderungen, beispielsweise im Zusammenhang mit der Digitalisierung, vorzubereiten“, so Scheel. Er sieht auch für junge Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen, eine Perspektive. Die Situation sei nicht schlecht.

Seit Oktober 2019, dem Beginn des Berufsberatungsjahres, haben Arbeitgeber 2571 Ausbildungsplätze gemeldet, gleichzeitig bewarben sich bis Ende Juni 2265 junge Menschen. Zuletzt hatten 919 Bewerber noch keine Stelle gefunden, es gibt aber noch 1215 freie Lehrstellen.




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