Bei Sanierungsarbeiten am Kunstgebäude kommen Reste des Neuen Lusthauses zum Vorschein. Es ist ein Grundstein, der gelegt wurde, als ein Herzog höchstpersönlich an der Baustelle mit angepackt hat.

Stuttgart - Es ist ein Fund, mit dem niemand gerechnet hat. Entsprechend groß war die Überraschung, als am 14. Oktober vergangenen Jahres im Rahmen der umfangreichen Sanierung des Stuttgarter Kunstgebäudes die Bauarbeiter beim Aushub für die neuen Aufzugfundamente auf einen mächtigen Sandsteinquader im Erdreich stießen. Zwar war sowohl den baubegleitenden Experten vom Landesamt für Denkmalpflege (LAD) als auch dem für die Sanierung zuständigen Amt Stuttgart des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg völlig klar, dass an dieser Stelle am Schlossplatz bis 1844 einer der bedeutendsten Profanbauten der deutschen Renaissance, das sogenannte Neue Lusthaus stand. Doch mit einem Grundstein des berühmten Prachtbaus war schon deshalb nicht zu rechnen, weil ein solcher bereits beim Errichten des Kunstgebäudes im Jahr 1911 aufgetaucht war.

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