Areal bei Bosch in Schwieberdingen Weg frei fürs Gewerbegebiet
Um in Schwieberdingen gemeinsam 23 Hektar umzusetzen, stellen die vier beteiligten Orte jetzt weitere Weichen.
Um in Schwieberdingen gemeinsam 23 Hektar umzusetzen, stellen die vier beteiligten Orte jetzt weitere Weichen.
Vier Kommunen wollen in Schwieberdingen nahe des Bosch-Standorts gemeinsam ein Gewerbegebiet mit einer Größe von rund 23 Hektar entwickeln. Nachdem das Regierungspräsidium Stuttgart im April Schwieberdingen genehmigt hat, mit Hemmingen, Ditzingen und Markgröningen den Zweckverband „Laiblinger Weg“ zu gründen, hat neben dem Gemeinderat in Ditzingen auch das Gremium in Hemmingen der Aufstellung des Bebauungsplans zugestimmt. Voraussetzung für die Umsetzung des regionalen Gewerbeschwerpunkts sei die Schaffung von Planungs- und Baurecht, um eine geordnete städtebauliche Entwicklung des Gewerbegebiets zu gewährleisten, sagt der Bürgermeister Thomas Schäfer (CDU). Insgesamt ist das geplante Areal 45 Hektar groß. 17 Hektar sind Erweiterungsfläche für Bosch, der Rest ist ortsansässigem Gewerbe vorbehalten.
Die Gemeinderäte haben zudem einen Vertreter ihrer Kommunen in der Verbandsversammlung des Zweckverbands bestellt. Ist das in Ditzingen Sven Sautter (CDU) – sein Ratskollege Michael Schmid (Freie Wähler) ist sein Ersatz –, entsenden die Hemminger außer dem Bürgermeister den CDU-Fraktionschef Walter Bauer. Seine Stellvertreterin ist Ute Freitag, auch CDU. Einig war sich das Gremium allerdings nicht. Gegen Walter Bauer votierten zwei SPDler.
Deren Vorsitzende Elke Kogler sagt, für die Sozialdemokraten sei es zwar selbstverständlich, dass die größte Fraktion den Vertretungssitz für Hemmingen bekomme. Walter Bauer habe man trotzdem nicht gewählt, weil er in den Vorberatungen immer wieder darauf hingewiesen habe, dass er gegen das interkommunale Gewerbegebiet sei. „Eine Aussage ist mir bei der Abstimmungssitzung in Erinnerung, wo er sagte, dass er nur notgedrungen zustimme“, so Kogler. Somit sei er in dieser Sache für die SPD kein geeigneter Vertreter. Im November gab der Gemeinderat der Gründung des Zweckverbands grünes Licht. Einmütig, wenngleich Walter Bauer einräumte, er verspüre „mehr Bauchweh als Euphorie“.