Am Aschermittwoch ist in Böblingen schon seit 46 Jahren Fischsuppenessen für den guten Zweck angesagt. Aber was ist eigentlich in der Suppe drin und wer bereitet sie zu?
Das Küchenteam der Böblinger Polizei-Hochschule musste auch in diesem Jahr wieder Schwerstarbeit leisten. Die leitenden Küchenkräfte Jan Braitmaier und Elea Schumann haben mit ihren Mitstreiterinnen für das diesjährige 44. Aschermittwochs-Fischsuppenessen in der Kongresshalle Böblingen wieder rund zentnerweise Rotbarsch, Lachs sowie Gemüse und Kartoffel verarbeitet.
Wenn es kurz nach 18 Uhr „Suppe Marsch“ heißt, verteilt das Team des Roten Kreuzes die Fischsuppe in bewährter Weise an die zahlreichen Gäste. Mit dieser Traditionsveranstaltung für den guten Zweck läutet man in Böblingen schon seit dem Jahr 1980 die Fastenzeit ein. Seit dem Abriss der Böblinger Sporthalle im Jahr 2008 findet das Fischsuppenessen im Europa-Saal der Kongresshalle statt.
Fischsuppe in Böblingen – seit 1980 immer am Aschermittwoch
Die Böblinger Fischsuppe wird dabei von Beginn an nach dem gleichen Rezept gekocht. Urheber ist Josef Thaller, der mit dem Stuttgarter Kochkolleg die Veranstaltung vor 46 Jahren initiiert hatte. Viele Jahre war der Hausfrauenbund dann für die Zubereitung zuständig, inzwischen sorgen die Köche der Polizei-Hochschule in der Wildermuth-Kaserne in Böblingen für das schmackhafte Mahl. Mehrere Hundert Liter Suppe kocht das Team für die hungrigen Gäste.
Am Montag und Dienstag werden zentnerweise Lauch, Sellerie, Zwiebeln, Kartoffeln und Pilze geschnippelt und massenweise Fisch klein geschnitten – wohlgemerkt muss all dies neben täglich 1000 Mahlzeiten für die Polizei über die Bühne gehen. Drei Kessel brauchen die Köche für diese Menge an Fischsuppe. Währenddessen wird der Fischfond zubereitet. In zwei großen stählernen Dampfkochkessel mit je 250 Liter Fassungsvermögen müssen je 50 Kilogramm Karkassen – angesetzt mit Wasser, Lauch, Karotten, Kräutern und Gewürz – einmal aufkochen und dann 30 Minuten ziehen.
Das Böblinger Fischsuppenessen dient einem guten Zweck
Lohn der vielen Mühen für Polizei-Küchenteam, DRK, DLRG, AWO und Kreisfischereiverein sind am Ende jedes Jahr aufs Neue die zahlreichen Gäste, die gemeinsam die leckere Fischsuppe auslöffeln. Viele haben dabei ein zufriedenes Lächeln auf dem Gesicht – nicht nur, weil es ihnen schmeckt, sondern weil sie wissen, dass sie mit ihrem Beitrag die Multiple-Sklerose-Hilfsorganisation AMSEL und andere örtliche Benefizverbände unterstützen.