Asiatischer Laubholzbock Altdorf scheint frei von exotischen Schädlingen

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Die Baumkletterer samt Spürhunden haben keine weiteren Hinweise auf den Asiatischen Laubholzbock gefunden.

Die Kletterer sägen verdächtige Äste ab. Am Boden warten Spürhunde. Foto: factum/Granville
Die Kletterer sägen verdächtige Äste ab. Am Boden warten Spürhunde. Foto: factum/Granville

Altdorf - Die Baumkletterer samt der Spürhundeteams haben ihre Arbeit in Altdorf vorläufig beendet. In der Nachbargemeinde von Hildrizhausen war ein einzelner Asiatischer Laubholzbock gefunden worden. Offensichtlich hatte der Schädling den Weg allein zurückgelegt. Bäume, die befallen waren, oder andere Spuren der baumtötenden Insekten sind auch bei der intensiven Suche bis in die Wipfel nicht entdeckt worden.

Ungeachtet dessen müssen die Vorschriften der EU zur Schädlingsbekämpfung eingehalten werden. In Altdorf ist bisher lediglich ein Gebiet in einem Radius von 200 Metern um den Fundort abgesucht worden. In einem zweiten Suchlauf erweitert sich der Umkreis auf 500 Meter. In Hildrizhausen, wo vor knapp zwei Jahren die ersten Schädlinge entdeckt wurden, werden die Baumkletterer ihre Arbeit im erweiterten Radius am 17. April beginnen. In Altdorf folgt diese Prozedur später.

Hausbewohner sind um Mithilfe gebeten

Die Käfersucher sind auf die Hilfe der Hildrizhausener angewiesen, denn sie brauchen freien Zutritt zu Gärten. Das Landratsamt bittet Hausbewohner daher, entweder anwesend zu sein oder sich mit Nachbarn abzusprechen, sofern der Garten nicht problemlos zu betreten ist. Die Kletterer arbeiten jeweils von Dienstag bis Donnerstag, mit Ausnahme von Feiertagen. Hausbewohner werden schriftlich über die geplanten Termine informiert. Mitarbeiter des Landratsamts und der beteiligten Unternehmen werden die Kletterer begleiten, um Fragen zu beantworten. Insgesamt soll die Suche nach etwa zwei Monaten beendet sein. Voraussetzung ist allerdings gutes Wetter.

Auch auf die Aufmerksamkeit der Bewohner von Hildrizhausen und Altdorf sind die Schädlingsbekämpfer angewiesen. Im Mai beginnt die Zeit, in der die Käfer schlüpfen und auf der Suche nach neuen Bäumen ausschwärmen. Wer ein verdächtiges Insekt sieht, ist gebeten, sich umgehend zu melden. Das Landratsamt hat wegen des exotischen Schädlings eigens eine Telefonleitung geschaltet. Unter der Nummer 0 70 31/6 63 23 30 werden auch Fragen zum Laubholzbock beantwortet.

Behörde erinnert an Quarantäne-Vorschriften

Zusätzlich weist die Behörde zum Beginn der Gartensaison auf das Verbot hin, Material vom Häckselplatz mitzunehmen. Auf diese Art sei der Käfer bereits mehrfach in andere Befallszonen Europas gelangt. Zu den Quarantäne-Vorschriften der EU zählt außerdem, dass kein Holz die betroffenen Gemeinden verlassen darf.

Der erste Asiatische Laubholzbock war im August 2016 in Hildrizhausen gefunden worden. Die Arbeit der Schädlingssucher beginnt seitdem jedes Jahr aufs Neue. Im Umkreis von bis zu zwei Kilometern um die Fundorte werden die Bäume mit Ferngläsern auf Spuren des Asiatischen Laubholzbocks untersucht. Erst wenn vier Jahre lang keines der Insekten mehr gesichtet wird, gilt der Schädling als ausgerottet. Allerdings beginnt die Vier-Jahres-Frist bei jedem neuen Fund von vorn.




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