US-Präsident Donald Trump will das Atomwaffenarsenal der USA ausbauen. Barack Obama hat das bereits getan. Die Aufrüstung wird weiter gehen, kommentiert Politik-Redakteur Christian Gottschalk. Es sind noch viele Eskalationsstufen vorstellbar.

Washington - s war nur eine Frage der Zeit, bis Donald Trump das Thema Atomwaffen entdecken würde. Nun hat der US-Präsident gesagt, wovor sich viele Menschen auf der ganzen Welt gefürchtet haben: „America first“ soll auch beim Wettrüsten gelten, in Sachen Weltzerstörungspotenzial sollen die USA führend sein. Der Inhalt dieser Botschaft ist jedoch gar nicht so neu. Der Friedensnobelpreisträger Barack Obama hat sich zwar gerne als Kämpfer gegen die Atomwaffen präsentiert, im Kontrast dazu stand jedoch das Handeln seiner Führung. Bis 2024 sollen 309 Milliarden Euro investiert werden, um die Nuklearwaffen zu modernisieren. Unter Trump hat sich zunächst nur die Rhetorik geändert, das ist aber gefährlich genug.

Putin rüstet Russland bereits auf

Wladimir Putin hatte bereits angekündigt, die russischen Anstrengungen beim Wettrüsten zu erhöhen. Dabei geht es nicht nur um die Zahl der Atomsprengköpfe, ­sondern noch viel mehr um intelligente Trägersysteme und Raketen, die moderne Raketenabwehrsysteme umgehen können. Die Diskussionen sind noch ganz am Anfang, das Steigerungspotenzial ist gewaltig. Noch gibt es keine Mehrheit dafür, das gegenüber Moskau gegebene Versprechen aufzugeben, wonach die Nato keine Kernwaffen auf dem Territorium neuer Mitgliedsländer stationieren darf. Das wird eine der nächsten Eskalationsstufen sein.

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