Attraktivere Ortskerne in Filderstadt Die Pläne für Plattenhardt werden konkreter

Unter anderem das Breuning-Areal sowie der Bereich rund ums Rathaus (Foto) sollen neu gestaltet werden. Foto: Caroline Holowiecki

Dass der Ortskern des Stadtteils verändert und weiterentwickelt werden soll, ist längst beschlossen. Nun hat die Stadtverwaltung zwei zentrale Teilprojekte näher vorgestellt.

Wenn alles mal fertig ist, soll Plattenhardt stellenweise nicht wiederzuerkennen sein. Bereits 2021 wurde beschlossen, dass der Filderstädter Ortsteil sein Gesicht verändern und dadurch letztlich attraktiver und lebenswerter werden soll. Dafür wurde im Zentrum ein Sanierungsgebiet förmlich festgelegt, auch wurden bereits kleine und große Maßnahmen benannt, von der Nachverdichtung über neue Radverbindungen bis hin zur Begrünung und Beruhigung von Straßenzügen. Um die Menschen im Ortsteil mitzunehmen, fanden Bürgerforen statt.

 

Nun hat das Amt für Stadtplanung und Stadtentwicklung zwei zentrale Projekt konkretisiert. Es geht um das Breuning-Areal und den Bereich hinter dem Technischen Rathaus. Das am nördlichen Abschluss der Uhlbergstraße liegende Breuning-Areal gegenüber dem Rewe-Markt sowie der in der Ortsmitte liegende Bereich rund ums Rathaus stellen zwei wichtige Handlungsräume der städtebaulichen Erneuerungsmaßnahme „Ortskern Plattenhardt“ dar. Sie sollen daher gezielt weiterentwickelt werden.

Das Neuordnungskonzept wird hierzu punktuell fortgeschrieben. Das Fachamt hat in der jüngsten Sitzung des Technikausschusses aufgezeigt, was genau dort geplant ist, und die Räte waren über die Fraktionen hinweg angetan. Das letzte Wort wird das Gesamtgremium am 11. Dezember haben.

Ein Teil des Breuning-Areals wird neu geordnet

Im Bereich des Breuning-Areals, zu finden entlang der Uhlbergstraße 2 bis 14, soll ein etwa 2300 Quadratmeter großes Bestandsgebiet teilweise freigemacht und neu geordnet werden. Ein Unternehmen aus der Region plant demnach ein Wohnbauprojekt, in Summe fünf Gebäude. Entlang der Uhlbergstraße, der Hauptschlagader des Stadtteils, sind auch gewerbliche Flächen geplant, es besteht Interesse seitens mehrerer Ärztinnen und Ärzte, liest man in der Vorlage aus dem Fachamt. Eine Tiefgarage ist ebenfalls angedacht.

Das vorhandene Denkmal Uhlbergstraße 4 ist allerdings laut der Experten von einem Hausschwamm schwer befallen. In Anbetracht des Schadens sei nach Vorabstimmungen mit den Denkmalpflegebehörden davon auszugehen, dass die originale Bausubstanz nicht wird erhalten werden könne.

Auch zum Gelände rund ums Rathaus hat man sich weitere Gedanken gemacht, eine Machbarkeitsstudie inklusive. Bereits zu einem früheren Zeitpunkt war bekannt geworden, dass die Planer dem Areal zwischen Uhlberg-, Mörike- und Schillerstraße ein besonders großes Nachverdichtungspotenzial zurechnen. Den Ausgangspunkt bildet die Idee, den bestehenden Kindergarten durch einen Neubau zu ersetzen und zu erweitern. Außerdem soll eine zentrale Quartiersgarage zur Neuordnung des ruhenden Verkehrs in der Ortsmitte in den Hang gebaut werden, sodass sie optisch nicht aufträgt und sich gut einfügt. Damit will man die Parkprobleme vor Ort endlich in den Griff kriegen. Zusätzlicher Wohnraum ist ebenso vorgesehen wie ein Quartiersplätzle und – optional – ein Erweiterungsbau fürs Rathaus. Im Zentrum des Platzes ist eine Grün- und Spielfläche angedacht. Entlang der Mörikestraße sollen Wohngebäude entwickelt werden.

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