Auf der Suche nach einem Impfstoff Das Tempo ist beeindruckend

Weltweit arbeiten Wissenschaftler mit Hochdruck daran, einen Impfstoff zu finden. Foto: dpa/Ted S. Warren

Es gibt gute Chancen, dass es Anfang 2021 einen Corona-Impfstoff gibt, aber auch noch große Hürden, kommentiert Bernhard Walker.

Berlin - Die ganze Welt sehnt sich nach einem Corona-Impfstoff. Umso besser, dass Forscher, Firmen und Staaten in einem internationalen Kraftakt Expertise und Geld für die Suche nach einer Vakzine aufbringen. Trotzdem hätte Kanzleramtsminister Helge Braun gut daran getan, zurückhalten zu sein, anstatt ein Datum für einen Impfstoff zu nennen. Er könne zwar nichts versprechen, meint der CDU-Politiker, aber er sei optimistisch, dass es Anfang 2021 einen sicheren Impfstoff geben werde. Dafür gibt es gute Chancen, aber eben auch große Hürden.

 

Demut und Geduld bleiben das Gebot der Stunde

Was die Chancen anbelangt, ist das Tempo fraglos beeindruckend. Die Gensequenz des Virus wurde am 13. Januar bekannt, Ende Januar legten Wissenschaftler erste Projekte vor, inzwischen gibt es weltweit mehr als 170. Normalerweise dauert es viele Jahre, bis ein Impfstoff gefunden und zugelassen ist. Aber Behörden und Forscher wirken während der wissenschaftlichen Entwicklung mit den Firmen zusammen. Der Zulassungsaufwand wird also kleiner. Nur muss der Impfstoff sicher und gut verträglich sein. So sehr sich jeder wünscht, dass mit dem Impfstoff das alte Alltagsleben zurückkehrt und so viel Lob allen Akteuren des weltweiten Kraftakts gebührt – so sehr bleiben Demut und Geduld das Gebot der Stunde.

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